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Ein Hertha-Talent ging - aber es gibt noch genügend andere!

Berlin - John Anthony Brooks war überglücklich: "Jeder weiß, dass Hertha BSC mein Verein ist. Ich fühle mich hier wohl, habe hier den Einstieg in den Profifußball geschafft und die wichtigsten Schritte in meiner bisherigen Karriere absolviert. Berlin ist mein Zuhause - für meinen Klub, für meine Stadt zu spielen, ist eine tolle Sache", erklärte der Innenverteidiger nach seiner kürzlich erfolgten Vertragsverlängerung. Brooks steht sinnbildlich für das Vorhaben des Clubs, Berliner Jungs auszubilden und ihnen die Chance zu geben, den Sprung in den Profifußball zu schaffen. Bereits mehr als 50 Spieler haben seit Gründung der Akademie bei Hertha BSC ihren ersten Einsatz als Profi verbuchen können, die Nachwuchsarbeit der Blau-Weißen wurde in den letzten Jahren durch die Deutsche Fußball-Liga regelmäßig mit der Höchstwertung von drei Sternen ausgezeichnet – dazu erhielt sie zuletzt noch einen Bonuspunkt für die Kategorie "Effektivität und Durchlässigkeit".

Nachdem es im ersten halben Jahr unter Cheftrainer Pál Dárdai im nervenaufreibenden Abstiegskampf um nichts anderes als den Klassenerhalt ging, hat sich die sportliche Situation bei Hertha BSC in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Das erlaubt Dárdai und seinem Trainerteam, die zahlreich vorhandenen Nachwuchstalente wieder Schritt für Schritt an die erste Mannschaft heranzuführen. Regelmäßig lässt der Ungar, der seine Trainerkarriere selbst in der Jugendabteilung der Berliner begann, Spieler aus dem Nachwuchs mit den Profis trainieren. Zuletzt durften die Torhüter Ruben Aulig (U23), Leon Schaffran (U19) und Dennis Smarsch (U17) sowie Offensivspieler Mike Owusu aus der U23 mitmischen. Vor Beginn dieser Spielzeit unterschrieben mit Nils Körber, Maximilian Mittelstädt und Florian Kohls zudem drei weitere Eigengewächse Profiverträge - alle drei schafften bereits mehrfach den Sprung in den Kader. "Ich verbinde mein ganzes Leben mit diesem Verein. Es war schon immer mein Traum, hier zu spielen und es ist wunderschön, dass sich dieser Traum jetzt erfüllt hat", sagt Mittelstädt.

Auch Shawn Kauter, der mit der U19 im Sommer 2015 Pokalsieger wurde, ist in der aktuellen Spielzeit in jeder Trainingseinheit dabei. Und mit Nico Beyer, Kauters ehemaligem Kapitän, ist der nächste Jungspund bereits auf dem Sprung: Am 22.09.2015 stand der Innenverteidiger gegen den 1. FC Köln erstmals im Profikader. Dazu gehört natürlich auch der unbedingte Wille, es bei Hertha BSC zu schaffen: "Ich habe jeden meiner persönlichen Fortschritte dem Verein zu verdanken. Deshalb ist Hertha BSC so wichtig für mich und bedeutet mir eine Menge", sagt Beyer.

Klar ist: Nicht jeder Nachwuchsspieler kann den Sprung in die Bundesliga direkt bei den Blau-Weißen schaffen - Platz für derartig viele Talente hat kein Profiverein der Welt. Für den Traum, mit der Hertha-Fahne auf der Brust zu spielen, gehen manche Spieler jedoch auch Umwege. So zum Beispiel Torhüter Marius Gersbeck, der für die Blau-Weißen bereits in der Bundesliga auflief und im Winter auf Leihbasis zum Chemnitzer FC wechselte. "Ich bin ein junger Spieler, der sich jetzt zeigen möchte und auf seine Einsätze in Liga drei kommen will“, erklärt Gersbeck, der seit Kindheitsbeinen entweder auf dem Rasen oder in der Fankurve alles für Hertha gibt und sich schon auf seine Rückkehr freut: "Dass ich wiederkomme ist keine Frage - Hertha ist mein Verein."

Herthas Cheftrainer blickt jedenfalls zuversichtlich in die Zukunft der Berliner Jungs: "Es gibt noch einige, die den Weg machen können. Wir haben gute Spieler in unserem Nachwuchs, insofern ist mir nie bange, wenn sich bei den Profis mal jemand verletzt. Hertha BSC hat einiges in der Hinterhand, auf das wir bauen können."

(kk/City-Press)

Teams, 16.01.2018
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