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Lust und Stolz

Adrian Ramos feierte in Barcelona gegen Tunesien sein Comeback in der Nationalmannschaft Kolumbiens. Herthas Stürmerstar über seinen Einsatz, seinen Trainer Pekermann und seine Teamkollegen.

Berlin – Er hat lange warten müssen auf diese Chance. Adrian Ramos feierte in Barcelona gegen Tunesien sein Comeback für Kolumbien. Durch seine glänzenden Leistungen im Team von Jos Luhukay, aber auch durch viele Sympathie-Bekundungen in seinem Heimatland ist er jetzt auch wieder ins Blickfeld von José Pekermann geraten. Am Donnerstag (06.03.14) kam er gesund aus Spanien zurück, am Freitag will er wieder trainieren, herthabsc.de gab er ein exklusives Interview.

herthabsc.de: Adrian, wie war Dein erstes Länderspiel nach fast zwei Jahren?
Adrian Ramos: Unglaublich schön. Ganz ehrlich, es hat mir viel zu lange gedauert wieder für Kolumbien aufzulaufen. Ich war sehr, sehr glücklich, wieder für die Nationalmannschaft zu spielen. Ich habe das Spiel gegen Tunesien genossen, und hoffe nun, dass durch meine weitere, gute Arbeit auch bei Hertha BSC ich nun wieder öfter nominiert werde.

herthabsc.de: Warst Du enttäuscht, dass Du nicht von Anfang an spielen durftest?
Ramos: Nein überhaupt nicht, in unserer Nationalmannschaft sind die Spieler alle sehr gut, sie haben alle ein hohes Niveau und viel Qualität. Manche können von an Anfang an dabei sein, manche nicht. Aber die anderen müssen auch bereit sein, eingewechselt zu werden. Wir sind ein Team - es können ja nur 11 Spieler auf dem Platz sein. Insofern war ich froh, dass ich schon in der ersten Halbzeit dazu kam.

herthabsc.de: Beschreibe einmal den Moment, als Du Dich dann warmmachen solltest und eingewechselt wurdest.
Ramos: Ich war einfach nur glücklich, voller Lust und Stolz. Der Trainer kam zu mir und sagte, ich solle mich warm machen, da ich sehr wahrscheinlich eingewechselt werden würde, weil der Kollege nicht weitermachen kann. Es tat mir für den Kollegen leid, aber für mich war es die Chance, für mein Heimatland zu spielen.

herthabsc.de: Wie hat Dich Dein Nationaltrainer José Pekermann, wie hat Dich Deine Mannschaft aufgenommen?
Ramos: Gut, wie immer. Eigentlich war es so, als wenn ich gar nicht weg war. Ich hatte kaum das Gefühl, das inzwischen fast zwei Jahre bereits verstrichen war. Sie freuten sich alle und behandelten mich, als wäre ich immer dabei gewesen - auch José Pekermann. Das bedeutet mir viel.

herthabsc.de: Du hattest, kurz vor Schluss, eine große Chance den Siegtreffer zu erzielen. Was lief schief?
Ramos: Oh Mann, ich weiß es nicht. Ich hatte einfach kein Glück. Ich wollte den Ball links vom tunesischen Torwart vorbeischieben, aber es klappte nicht. Pech, einfach Pech. Aber so ist es eben. Schade trotzdem, es wäre unser Siegtreffer gewesen...

herthabsc.de: Hat José Pekermann mit Dir gesprochen und Deine Chancen für die WM aufgezeigt?
Ramos: José Pekermann ist ein Mann, der viel Respekt genießt. Sein Urteil ist wichtig. Er sagte zu uns allen, dass wir weiter ganz, ganz hart arbeiten müssen. In unseren Vereinen. Ich bei Hertha BSC auch. Die Entscheidung, wer mitfährt nach Brasilien, wird erst kurz vor dem Turnier bekanntgegeben. Bis jetzt ist alles offen.

herthabsc.de: Was hat er Dir mit auf den Weg gegeben, was sollst Du tun?
Ramos: Er hat gesagt, dass er sich immer über meine Spiele für Hertha BSC informieren lässt. Ich soll so weiter arbeiten wie bisher. Also werde ich versuchen, jetzt noch einmal richtig Gas zu geben. In Mainz ist die nächste Chance dazu.

herthabsc.de: Will Pekermann Dich demnächst einmal in der Bundesliga selbst beobachten?
Ramos: Das weiß ich nicht. Der Coach ist ein sehr erfahrener, ruhiger Mann, der seinen Weg geht. Er wird schon wissen, was er tut.

herthabsc.de: Freust Du Dich jetzt wieder auf Dein Team und die Bundesliga?
Ramos: Aber wie, das Länderspiel, mein Comeback hat mir noch mehr Kraft gegeben. Jetzt steht wieder Hertha im Mittelpunkt! Ich fühle mich wohl bei den Jungs hier in Berlin, das weiß jeder!

Teams, 16.01.2018
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