Bild: citypress

Spitzenreiter! Hertha schlägt Lautern mit 1:0

Peer Kluge erzielt gegen die 'Roten Teufel' das Goldene Tor zum Heimerfolg im Spitzenspiel.

Berlin - Am 23. Spieltag der 2. Bundesliga empfing der Zweite Hertha BSC den Dritten aus Kaiserslautern im Olympiastadion. Dank des Treffers von Peer Kluge siegten die Herthaner mit 1:0 (0:0). Diesem Spitzenspiel angemessen war auch der Besuch: Neben Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit und Kurt Beck, Ex-Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, war auch Hertha-Legende Erich 'Ete' Beer im Stadion.

Trainer Jos Luhukay hatte vor der Partie gegen den ärgsten Verfolger aus der Pfalz die Qual der Wahl - lediglich Roman Hubnik fehlte krankheitsbedingt. So mussten u.a. Ben-Hatira, Allagui, Janker, Sahar, und Bastians - zum Teil auch aufgrund von Trainingsrückständen - auf der Tribüne Platz nehmen. Auf der linken Offensivseite wartete Herthas Trainer erneut mit einer neuen Personalie auf: Nico Schulz sollte über die Außenbahn für Impulse sorgen. Die Gäste aus der Pfalz mussten aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre mit Idrissou ihren besten Angreifer mit Erwin Hoffer ersetzen.

Furioser Beginn der Herthaner

Die Herthaner begannen gleich mit viel Druck. Bereits in der ersten Minute ging FCK-Torhüter Tobias Sippel auf Nummer sicher und faustete einen Freistoß von Ronny aus gut und gerne 30 Metern aus der Gefahrenzone. Zwei Minuten später stand erneut Sippel im Mittelpunkt. Ramos hatte Schulz mit einem feinen Steilpass eingesetzt, dieser wurde dann jedoch vom Lauterer Schlussmann elfmeterreif gefoult. Doch Sippel erahnte die Ecke und klärte Ronnys Schuss vom Elfmeterpunkt zur Ecke. Doch die Hausherren ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen und setzten nach. Peer Kluge bediente Schulz halblinks im Strafraum, doch die scharfe Hereingabe des Youngsters schoss Ramos aus spitzem Winkel über das Tor (7.).

Die Herthaner blieben bissig und setzten die 'Roten Teufel' permanent unter Druck, der letzte Pass vor das Tor der Pfälzer wollte jedoch Mitte der ersten Halbzeit nicht so recht gelingen. Die Lauterer setzten ihrerseits auf schnelle Gegenangriffe, fanden gegen die sichere Berliner Defensive kein Durchkommen. Die erste Chance der Gäste war dann auch mehr eine Zufallsproduktion. Eine Kopfball-Rückgabe von Peter Pekarik geriet zu kurz, doch Thomas Kraft klärte mit dem Fuß vor FCK-Stürmer Hoffer. Nach einer guten halben Stunde dezimierten sich die Gäste selbst. Alexander Baumjohann sah nach bösem Foul an Pekarik die Rote Karte (33.). Die Herthaner suchten in der Folge weiterhin den Weg nach vorne, fanden jedoch bis zur Halbzeit nicht die geeigneten Mittel.

Hertha nach der Pause mit voller Offensive


So reagierte Trainer Jos Luhukay und brachte für die zweiten 45 Minuten mit Pierre-Michel Lasogga für den bereits verwarnten Pekarik eine zusätzliche Offensivkraft. Den ersten Torschuss gab jedoch Ramos aus gut 25 Metern ab, stellte Sippel damit allerdings vor keine allzu großen Probleme (50.), auch ein Kopfball des Kolumbianers im Anschluss an eine Ronny-Ecke fand nicht seinen Weg ins Tor (57.). Kurz darauf bediente Ramos Ndjeng, dessen Schuss aus halbrechter Position jedoch am langen Pfosten vorbei ging (59.). Nach einer Stunde wurde Hertha mit Sandro Wagner für Brooks noch offensiver. Dann meldete sich Lasogga im Spiel an: Erst köpfte der junge Angreifer eine Ecke knapp neben das Tor (61.), dann ging eine Direktabnahme nach scharfer Ramos-Hineingabe über das Tor (62.).

Mitte der zweiten Halbzeit wurden die Herthaner endlich belohnt. Einen Pass von Peter Niemeyer verlängerte Lasogga auf Kluge, der von links in den Strafraum eindrang und eiskalt ins kurze Eck zur Führung traf (68.). Lasogga hätte wenig später per Kopf fast nachgelegt, doch Sippel reagierte blitzschnell (75.). Zwölf Minuten vor dem Ende nahm Luhukay Ronny vom Feld, seinen Platz nahm dafür Levan Kobiashvili ein. Ein Kopfball von Niemeyer nach einer Ecke sorgte dann noch einmal für Gefahr, Wagner kam jedoch nicht mehr entscheidend an den Ball, um ihn noch gefährlich aufs Lauterer Tor zu bringen (83.), auch Wagners Kopfball-Verlängerung eines Ndjeng-Freistoßes landete nicht im Tor (86.).

Tabellenführung geholt und Vorsprung vergrößert


Die Gäste initiierten noch einmal so etwas wie eine Schlussoffensive, doch außer einem Schuss des eingewechselten Julian Derstroff von der Strafraumgrenze in die dritte Etage sprang nicht mehr heraus. Mit diesem Erfolg übernahmen die Blau-Weißen erstmals in dieser Saison die Tabellenführung in der 2. Bundesliga und vergrößerten den Abstand auf den Relegationsplatz auf 13 Punkte. Bereits am kommenden Samstag (02.03.13) steht die nächste Partie auf dem Programm Ab 13.00 Uhr ist dann Dynamo Dresden Gastgeber für die Blau-Weißen.

Teams, 16.01.2018
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