Bild: citypress

Arbeitssieg zum Rückrunden-Auftakt

Adrian Ramos sorgt beim 1:0-Sieg in Paderborn für das Goldene Tor.

Paderborn - Zum Auftakt der Rückrunde erkämpfte sich Hertha BSC am Samstag (08.12.12) beim SC Paderborn einen wichtigen 1:0 (0:0)-Auswärtssieg. In einer zum großen Teil zerfahrenen Partie erzielte Adrian Ramos das Goldene Tor.

Hertha-Trainer Jos Luhukay änderte seine Startelf in der Paderborner Benteler Arena nur auf einer Position im Vergleich zum Sieg im Berlin-Brandenburg-Derby gegen Energie Cottbus am vergangenen Montagabend. Der wiedergenesene Adrian Ramos übernahm von Wagner wieder die Rolle als vorderste Sturmspitze.

Partie mit Anlaufschwierigkeiten


Die Begegnung stand erneut im Zeichen des Protests 'Keine Stimmung ohne Stimme' - das Spiel passte sich in der Anfangsphase der Intensität auf den Rängen an. Pünktlich mit dem Ende des Stimmungsboykotts wurde es erstmals richtig gefährlich. Nach einer Freistoßflanke zwang Thomas Bertels mit einem Kopfball Thomas Kraft zu einer starken Parade (13.). Die Ostwestfalen langten in der Anfangsphase mächtig hin, Daniel Brückner und Deniz Yilmaz sahen schon früh Gelbe Karten. Der Spielfluss profitierte dabei verständlicherweise nicht - auch, da im Passspiel die notwendige Genauigkeit fehlte. So musste ein ruhender Ball für die erste Hertha-Chance sorgen. Fast von der linken Torauslinie zielte Marcel Ndjeng direkt aufs Tor, doch Daniel Lück im Kasten des SCP holte den Ball aus dem Winkel (27.).

Die Partie blieb im ersten Durchgang jedoch äußerst zerfahren, durchdachte Angriffsaktionen waren Mangelware. Ndjeng probierte es kurz vor der Halbzeit einmal vom rechten Strafraumeck, doch die Direktabnahme nach schönem Zuspiel von Ramos rutschte Herthas Nummer 8 über den Spann (37.). Wenig später setzte Sami Allagui zu einem Heber an, doch Lück kam gerade noch an den Ball und klärte (39.). Mit dem Halbzeitpfiff wurde es noch einmal gefährlich. Zuerst tauchte Mario Vrancic nach einem Konter über Bertels plötzlich ganz frei vor Kraft auf, erwischte den Ball jedoch nicht mehr richtig. Auf der Gegenseite lenkte der Rücken von Manuel Zeitz den Ball gefährlich in Richtung eigenes Tor, doch erneut war Lück auf dem Posten (45.), so dass es torlos in die Kabinen ging.

Herthaner nach dem Seitenwechel mit mehr Spielanteilen


Ohne personelle Wechsel ging es dann in die zweiten 45 Minuten, die Herthaner hatten nun aber mehr Spielanteile. Ben Sahar hatte die erste Gelegenheit. Eingesetzt von Ramos, nahm der Israeli den Ball mit der Brust an, schoss dann aber aus halblinker Position knapp am langen Pfosten vorbei (52.). Einen gefährlich abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze durch Alban Meha entschärfte Kraft (59.). Dann zeigte Ramos seine Klasse: Im Strafraum angespielt, ließ der Kolumbianer Manuel Gulde aussteigen und traf trocken ins Eck zur 1:0-Führung (65.). Trainer Jos Luhukay brachte im Anschluss frisches Personal. Marvin Knoll und Roman Hubnik kamen für Ronny und Sahar.

Die Gastgeber investierten nun wieder mehr in ihr Offensivspiel, kamen gegen die gut stehende Berliner Defensive aus dem Spiel heraus kaum gefährlich vor das Tor. Ein direkter Freistoß von Meha knallte dagegen aus 18 Metern noch an den Querbalken (80.). Den Herthanern boten sich dadurch auch mehr Räume für ihre Angriffe. Nach einer schönen Flanke von Peer Kluge köpfte Allagui aus Nahdistanz, doch Lück erwischte den Ball gerade noch im Nachfassen (83.). Bei einem Distanzschuss von Meha musste Kraft noch einmal eingreifen, faustete den Ball jedoch aus der Gefahrenzone und sicherte damit am Ende den Erfolg (86.).

Vorsprung auf Platz drei ausgebaut

Mit diesem Erfolg zum Auftakt der Rückrunde nutzten die Schützlinge von Trainer Jos Luhukay den Ausrutscher von Verfolger Kaiserslautern, die am Vorabend bei Union eine Niederlage hinnehmen mussten. Damit vergrößerten die Blau-Weißen den Abstand auf den Relegationsplatz drei auf sieben Punkte. Am kommenden Samstag (15.12.12) steigt ab 13.00 Uhr im Olympiastadion gegen den FSV Frankfurt das letzte Spiel im Jahr 2012.

Teams, 16.01.2018
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