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Hertha siegt beim VfL Bochum

Nach einer starken zweiten Hälfte gewinnen die Berliner mit 2:0 beim VfL Bochum.

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Rubrik 22.10.2012
VfL Bochum - Hertha BSC

Berlin - Am 10. Spieltag der zweiten Bundesliga reiste Hertha BSC in das Ruhrgebiet zum VfL Bochum. Unter den Augen von Otto Rehhagel und seiner Frau Beate gelang den Gästen am Freitagabend (19.10.12) ein am Ende verdienter 2:0 (0:0)-Auswärtssieg. Die Berliner festigen damit den zweiten Tabellenrang und sind nun seit acht Spielen ungeschlagen.

Jos Luhukay stellte seine Mannschaft nach dem Heimerfolg gegen den TSV 1860 München nur auf einer Position um. Für Sami Allagui rückte der nach seiner Grippe genesene Ronny zurück in die erste Elf des Hauptstadtclubs. Felix Bastians, der nach seinem Außenbandriss, unter der Woche schon wieder trainierte, fehlte aber wie der ebenso wieder genesene Marvin Knoll.

Zähe erste Hälfte

Die Gastgeber wollten gleich zu Beginn ein Zeichen setzen. Direkt nach dem Anpfiff bekamen die Bochumer eine aussichtsreiche Freistoßgelegenheit aus dem rechten Halbfeld. Den scharf getretenen Ball von Alexander Iashvilli klärte Fabian Lustenberger aber sicher. Hertha ließ sich nicht bitten und setzte zum Kontern an. Nach einem stark erkämpften Ball von Fabian Holland schickte Ronny seinen „Amigo“ Adrian Ramos, doch der Pass war etwas zu weit für den Kolumbianer. Die Blau-Weißen nahmen das Heft darauf in die Hand, mussten aber immer wieder bei langen Bällen auf der Tiefe des VfL wachsam bleiben.

Fabian Holland, der eine starke Leistung auf der linken Abwehrseite zeigte, musste aber nach einem Zusammenstoß mit Paul Freier (13.) sein Outfit wechseln und trug fortan einen Turban. Es dauerte bis zur 17. Minute bis Hertha sich die erste Großchance gegen die defensiv starken Bochumer erspielte. Kluge steckt rechts auf Pekarik durch, der legt den Ball von der Grundlinie in die Mitte, wo Adrian Ramos und Änis Ben-Hatira lauerten. VfL-Verteidiger Lukas Sinkiewicz war ein Schritt schneller und klärte in höchster Not.

Kluge mit dem Blitzstart

In der Folge verlagerte sich das Spielgeschehen ins Mittelfeld und war durch viele Fehlpässe auf beiden Seiten geprägt. Gerade für die Berliner gab es viele Standardsituationen, doch diese blieben ungenutzt. Dabei wurde es immer dann gefährlich, wenn die Blau-Weißen ihre spielerische Überlegenheit aufblitzen ließen. Nach einem Foul an Holland nutzte Kluge den Vorteil und kam an der Strafraumgrenze zum Schuss. Der Schlenzer des Mittelfeldspielers verfehlte den linken Pfosten nur um Millimeter und blieb die Partie weiter torlos (38.). Gefährlich wurde es nochmal eine Minute vor der Pause, als VfL-Keeper Luthe einen Ronny-Freistoß nicht festhielt, Ramos den Ball aber nicht mehr erreichte. So ging es mit einem 0:0-Unentschieden in die Kabine.

Florian Meyer hatte die Partie gerade wieder angepfiffen, da schlug der Ball schon im Bochumer Tor ein. Ronny steckte schön auf Peer Kluge durch, Herthas Schalterspieler ließ noch einen Abwehrspieler aussteigen und schoss flach in die rechte untere Torecke zur Führung ein (46.). Fast wäre den Hauptstädtern ein Doppelschlag gelungen, doch der eingewechselte Nico Schulz scheiterte eine Minute später frei aus acht Metern an Luthe im VfL-Tor. Dann eine Schrecksekunde für die Herthaner. In der 55. Minute verpasste ein Schuss von Bochums Leon Goretzka nur knapp das Tor und den Ausgleich für die Gastgeber.

Ndjeng mit der Entscheidung


Die Berliner erholten sich von diesem Moment schnell und übernahmen in der Folge wieder die Initiative. Trotz guter Ansätze ergaben sich dennoch keinen klaren Torchancen. In der Schlussviertelstunde wollten die Blau-Weißen die Entscheidung herbeiführen. Dies gelang den Luhukay-Schützlingen, wenn auch auf kuriose Art. Bochums Verteidiger Mounir Chaftar ließ sich durch einen Pfiff aus dem Publikum irritieren – im Gegensatz zum hellwachen Adrian Ramos. Herthas einzige Sturmspitze stibitzte dem Abwehrmann an der Grundlinie den Ball vom Fuß und legte auf den freien Marcel Ndjeng ab. Die Nummer „Acht“ schlenzte den Ball wunderbar mit dem Außenrist in die linke obere Torecke (80.).

Sandro Wagner hätte das Torekonto sogar noch hochschrauben müssen, doch der eingewechselte Stürmer verschoss in der zweiten Minute der Nachspielzeit einen Foulelfmeter. Marcel Ndjeng war zuvor im Strafraum gefoult worden. Hertha BSC gewinnt das Spiel an der Castroper Straße mit 2:0. Am Samstag (27.9.12, 13.00) treten die Berliner zum Spitzenspiel bei Tabellenführer Eintracht Braunschweig an.

Teams, 16.01.2018
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