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Julian Schieber trifft zum Heimsieg

Die Herthaner besiegen Borussia Dortmund mit 1:0.

Berlin - Im mit 75.254 Zuschauern fast ausverkauften Olympiastadion empfing Hertha BSC am Samstag (13.12.14) den Champions League-Teilnehmer Borussia Dortmund. Mit einer starken Mannschaftsleistung gewannen die Schützlinge von Trainer Jos Luhukay durch das Goldene Tor von Julian Schieber mit 1:0 (1:0). Ronny, der in Gladbach schon nach einer halben Stunde eingewechselt worden war, begann in der offensiven Zentrale, Peter Niemeyer übernahm die 'Sechserposition' von Hosogai. Links hinten verteidigigte wieder Schulz, der van den Bergh ersetzte. Im Vergleich zum letzten Bundesliga-Wochenende veränderte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp seine Startelf nur auf einer Position und ließ Ciro Imobile statt dem ehemaligen Herthaner Adrian Ramos von Beginn an stürmen.

Beide Teams begannen zunächst abwartend, die erste gefährliche Situation entwickelte sich dann aber in der Hälfte der Borussen. John Anthony Brooks bediente mit einem weiten, punktgenauen Pass aus der Abwehr heraus Ben-Hatira auf dem linken Flügel, dessen Flanke Roy Beerens in der Mitte aber knapp verpasste. Die Gäste hatten etwas mehr Ballbesitz, doch in den Strafraum von Thomas Kraft kamen sie kaum. Auf der anderen Seite legte Schieber mit der Brust ab, doch die Direktabnahme von Skjelbred geriet aus gut 20 Metern zu ungenau und landete in den Armen von Mitchell Langerak, der erneut den Vorzug vor Weltmeister Roman Weidenfeller erhalten hatte (12.). Den ersten Torschuss der Borussen gab Immobile in der 16. Minute ab, doch der Versuch flog weit über den Kasten.

Der Heimsieg in Bildern
Rubrik 13.12.2014
Hertha BSC - Borussia Dortmund

Schieber mit der wichtigen Führung

Ein Raunen ging dann bei Ronnys Freistoß aus halbrechter Position durchs Stadion, nachdem das Tornetz gewackelt hatte, doch der Ball hatte den Winkel knapp verfehlt (26.). Kurz darauf war Schieber bei Beerens Flanke nach schönem Pass von Skjelbred in der Mitte noch etwas zu klein (30.), doch zehn Minuten später spielte der Angreifer seine ganze Klasse aus: Skjelbred bediente Schieber, der sich gegen zwei Dortmunder durchsetzte, dann auch noch Langerak aussteigen ließ und zum 1:0 einschoss (40.). Gündogan hatte zwei Minuten nach der Führung die bis dahin beste Chance der Gäste, doch von der Strafraumgrenze zog der Ball über die Latte. Doch auch die Herthaner hatten noch vor der Pause die Möglichkeit, das zweite Tor zu erzielen, doch nach Dortmunder Ballverlust und Pass von Schieber verpasste Beerens gegen Langerak eine höhere Führung (45.).

Zur zweiten Halbzeit brachte Jürgen Klopp mit Adrian Ramos eine zweite Spitze. Die Borussen starteten auch gleich mit zwei Ecken in die zweiten 45 Minuten, doch die Abwehr der Berliner hielt stand. Nach Ballgewinn schwärmten die Herthaner aus, doch die letzten Pässe waren zu ungenau. Ein toller Pass von Ronny in die Schnittstelle der Borussen-Abwehr führte zur ersten Gelegenheit der Blau-Weißen im zweiten Durchgang. Ben-Hatira schloss aus spitzem Winkel ab, traf aber nur das Außennetz (58.). Die Westfalen waren in der Phase häufiger am Ball, ohne die Abwehr um die erneut starken John Anthony Brooks und Jens Hegeler in große Nöte zu bringen. Die Blau-Weißen verpassten es aber in der Phase nach Ballgewinnen, mehr daraus zu machen.

Kraft unüberwindbar


Thomas Kraft hatte nach einer guten Stunde die Möglichkeit, sich auszuzeichnen. Einen Distanzschuss von Immobile klärte Herthas Schlussmann mit den Fäusten (65.) und war auch gegen Blaszczykowski eher am Ball (67.). Jos Luhukay brachte dann im Doppelpack frische Kräfte. Hajime Hosogai und Johannes van den Bergh ersetzten Ben-Hatira und Skjelbred. Aussichtsreich kam der BVB durch einen Freistoß zum Abschluss, doch die Mauer lenkte den Schuss von Gündogan aus 18 Metern zur Ecke (73.). In deren Anschluss brachte Hummels den Ball gefährlich aufs Tor, doch Kraft verhinderte reaktionsschnell den Ausgleich. In der Schlussphase gab auch Fabian Lustenberger sein Comeback. Der Schweizer ersetzte Ronny, der mit viel Applaus verabschiedet wurde.

Die Gäste suchten auch in den Schlussminuten noch den Weg durch die Berliner Defensive - Immobile hatte noch zweimal die Chance, das Spiel auszugleichen, doch den ersten Kopfball parierte Kraft stark (86.), den zweiten setzte der Italiener frei stehend am Tor vorbei (87.). Drei Minuten gab das Schiedsrichtergespann oben drauf. Mit dem Großteil des vollen Olympiastadions im Rücken stemmten sich die Herthaner den letzten Angriffsbemühungen von Borussia Dortmund entgegen - mit Erfolg! Die Herthaner brachten die Führung über die Zeit und feierten am Ende ausgelassen mit der Ostkurve einen äußerst wichtigen Sieg. Bereits am Mittwoch (17.12.14) um 20.00 Uhr geht es weiter. Dann treten die Herthaner bei Eintracht Frankfurt an.

(war/City-Press)

Teams, 16.01.2018
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