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Verpasster Sieg

Nur 4:4. Zwei späte Tore bei Eintracht Frankfurt verhindern den zweiten Auswärtssieg der Herthaner.

Frankfurt/Main - In einem am Ende dramatischen Spiel trennte sich Hertha BSC am Mittwochabend (17.12.14) von Eintracht Frankfurt mit 4:4 (3:1) unentschieden. Dabei hatten die Blau-Weißen 3:0 und bis zur 90. Minute mit 4:2 geführt, ehe Alex Meier für die Hausherren in der Nachspielzeit mit zwei Toren ausglich. Jos Luhukay musste seine siegreiche Elf aus dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund gezwngenermapen ändern. Per Skjelbred, der zwar mit nach Hessen gereist war, wurde nicht mehr rechtzeitig fit. Für den Norweger begann Hajime Hosogai. Thomas Schaaf schickte dafür dieselbe Mannschaft auf den Rasen, die sich am zurückliegenden Spieltag in Hoffenheim mit 2:3 geschlagen geben musste.

Die Hausherren übernahmen gleich die Initiative. Schon nach wenigen Sekunden landete der Ball im Netz der Berliner, doch Schiedsrichter Guido Winkmann hatte zurecht auf Abseits entschieden. Die Blau-Weißen versuchten, nach Ballgewinn schnell vor das Frankfurter Tor zu gelangen. So brachte nach einem solcher Angriffe Julian Schieber den Ball im Tor unter, doch dieses Mal war ein Foulspiel von Ronny vorausgegangen (6.). Die Hessen hatten auch in der Folge mehr Ballbesitz, kamen aber selten zwingend vor das Tor von Thomas Kraft. Meier beförderte einen Querpass von Marco Russ deutlich über das Tor (7.). Doch die Herthaner blieben geduldig. Ein Standard war dann Ausgangspunkt für die Führung der Herthaner. Ronny brachte den Ball scharf vors Tor, wo John Anthony Brooks am schnellsten reagierte und den Ball an Timo Hildebrand vorbei einschoss (21.). Für Roy Beerens war die Partie nach einem folgenschweren Foulspiel bereits früh beendet, Genki Haraguchi übernahm die Position.

Das Spiel in Bildern
Rubrik 17.12.2014
Eintracht Frankfurt - Hertha BSC

Herthaner mit Effizienz zum 3:0

Der Treffer brachte Sicherheit. Nach einem starken Außenristpass von Ronny kam Änis Ben-Hatira halbrechts zum Abschluss, zielte aber zu hoch (28.). Besser machte es der Tunesier etwas später nach einer Ronny-Ecke - die Hereingabe verlängerte Ben-Hatira per Kopf in Richtung langes Eck und der Ball sprang vom Innenpfosten zum 2:0 ins Tor (33.). Und die Herthaner nutzten auch weiterhin eiskalt ihre Möglichkeiten. Ben-Hatira passte von von rechts flach nach innen und Julian Schieber traf gegen Hildebrands Laufrichtung zum dritten Mal (37.). Doch die Eintracht kam vor der Pause noch auf 1:3 heran. Eine abgefälschte Hereingabe landete bei Aigner, der keine Mühe hatte, den Ball aus Nahdistanz über die Linie zu drücken (42.). In der Nachspielzeit hätten die Herthaner um ein Haar den alten Abstand wieder hergestellt, doch beim Pass von Ronny in die Schnittstelle der Abwehr kam Ben-Hatira einen Schritt zu spät (45.).

Das Tor kurz vor der Pause ließ die Hessen auch nach der Pause offensiv agieren. Meier prüfte Kraft mit einem Kopfball, doch Herthas Schlussmann war auf dem Posten und beförderte den Ball aus der Gefahrenzone (50.). Auch beim Schlenzer von Inui von der Strafraumgrenze wäre Kraft da gewesen, doch der Ball ging rechts vorbei (54.). Machtlos war Kraft aber nur wenig später beim Kopfball von Haris Seferovic, der eine Flanke zum Anschlusstreffer verwertete (58.). Nur wenig später hätte Schieber die Führung wieder ausbauen können, doch nach einem schönen Konter über Ben-Hatira lenkte Hildebrand den Schuss von Herthas Angreifer mit etwas Glück zur Ecke (60.). Ben-Hatira spekulierte nur zwei weitere Minuten später gegen Frankfurts letzten Mann Oczipka stark, vergab aber frei vor Hildebrand.

Dramatische Schlussphase


Valentin Stocker gab dann sein Comeback und ersetzte Ronny nach einer guten Stunde. Mitte der zweiten Hälfte standen die Herthaner wieder stabiler, auch wenn die Frankfurter weiter mehr Ballbesitz besaßen. Herthas Konter blieben jedoch weiterhin gefährlich. Ben-Hatira bediente Schieber im Strafraum, der zu Boden ging, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm (79.). Nur eine Minute später sprintete Ben-Hatira über die linke Seite und wurde gefoult. Der Tunesier führte selbst aus und bediente Niemeyer, der den Ball zum 4:2 unter die Latte setzte. Doch auch nach dem Gegentor gaben dich die Gastgeber keineswegs auf. Meier prüfte Kraft noch einmal aus der Distanz, doch Herthas Keeper war schnell unten (83.).

Doch Frankfurts Goalgetter war wenig später doch noch erfolgreich. Nach einer unbedrängten Flanke köpfte der Angreifer den 3:4-Anschlusstreffer (90.) - doch das war noch nicht das Ende. In den fünf Minuten Nachspielzeit landete der Ball per Kopfballverlängerung erneut bei Meiser, der tatsächlich noch den 4:4-Ausgleich für die Frankfurter Eintracht erzielte. Dabei blieb es dann am Ende. In den Hintergrund trat somit, dass Sebastian Langkamp nach seiner schweren Verletzung zu seinem ersten Einsatz seit dem 1. Spieltag kam. Die Englische Woche und damit das Bundesliga-Jahr 2014 endet für die Blau-Weißen am kommenden Sonntag (21.12.14). Im Olympiastadion empfangen die Herthaner dann die TSG Hoffenheim zum Abschluss der Hinrunde.

(war/City-Press)

Teams, 16.01.2018
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