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Knapp am Sieg vorbei

Herthaner kassieren beim 2:2 gegen den FC Schalke 04 den Ausgleich in der Schlussminute.

Berlin - Vor knapp 60.000 Zuschauern verpassten die Herthaner denkbar knapp einen Heimsieg gegen den FC Schalke 04. Die Schützlinge von Trainer Pál Dárdai trennten sich am Ende trotz zweimaliger Führung durch einen Last-Minute-Ausgleich mit 2:2 (1:1) unentschieden von den 'Knappen'. Änis Ben-Hatira stand das erste Mal in diesem Jahr in der Startelf und übernahm die Außenbahn. Auch Per Skjelbred kehrte nach seiner abgesessenen Gelb-Sperre für Heitinga wieder in die erste Elf zurück. Thomas Kraft und John Anthony Brooks wurden nach ihren Blessuren ebenfalls fit. Die Gäste wollten mit derselben Aufstellung ins Spiel gehen, mit der unter der Woche Real Madrid besiegt worden war, doch vor Beginn musste Choupo-Moting passen und Leroy Sané begann.

Erwartungsgemäß hatte der Tabellenfünfte zu Beginn mehr Spielanteile, doch die zuletzt schon gut stehende Defensive der Herthaner ließ auch in der Anfangsphase wenig zu. Ein erster Schuss von Christian Fuchs aus der zweiten Reihe stellte für Thomas Kraft kein Problem dar (4.). Die Gastgeber suchten wie auch schon zuletzt praktiziert nach Ballgewinnen den schnellen Weg nach vorne. Salomon Kalou wäre um ein Haar ganz frei vor dem Tor aufgetaucht, stand nach dem Pass von Valentin Stocker aber im Abseits (12.). Am nähesten kamen die Gäste aus dem Pott Herthas Tor durch Fernschüsse, doch Klaas-Jan Huntelaar fehlte die Genauigkeit, sodass der Ball am langen Pfosten vorbeizog (16.).

Das Spiel in Bildern
Rubrik 14.03.2015
Hertha BSC - FC Schalke 04

Herthaner nach der Pause offensiv stärker

Auch die Herthaner probierten sich aus der Distanz. Stocker zog von rechts nach innen, den Schuss wehrte Timon Wellenreuther im Gehäuse des S04 nur nach vorne ab, wo Ben-Hatira goldrichtig stand und den Ball zum 1:0 über die Linie schob  (21.). Die Gäste antworteten mit energischen Angriffen, wodurch die Herthaner eine Reihe guter Ansätze nach Ballgewinnen besaßen, doch die Präzision der letzten Pässe verhinderten ein ums andere Mal wirklich gefährliche Situationen. So waren es die Gäste, die weiter Druck machten und so zum Ausgleich kamen. Sané drang von links in den Strafraum ein, wurde nicht konsequent genug angegriffen und schlenzte den Ball aus spitzem Winkel zum 1:1 ins Tor (40.). Damit ging es dann auch in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel wurde es erstmals wieder gefährlich, nachdem die Herthaner schnell umschalteten. Kalou passte durch die Schnittstelle der Abwehr auf Ben-Hatira, doch der Tunesier kam gegen Höwedes nicht mehr zum Abschluss (48.). Auf der Gegenseite prüfte Fuchs Kraft, doch Herthas Schlussmann behielt die Oberhand (52.). Die Blau-Weißen hatten nun deutlich mehr Zug zum Tor. Nur eine Minute später verpasste erst Kalou haarscharf eine Beerens-Flanke am Fünfmeterraumeck, dann zwang Kalou Wellenreuther zur nächsten Parade (55.). Tolga Cigerci kam kurz darauf für Ben-Hatira und führte sich gleich mit einer Ablage auf Kalou ein, die der Ivorer aber über das Tor schoss (58.).

Haraguchis später Treffer reicht nicht

Die Gasteger nisteten sich dann im gegnerischen Strafraum ein. Nach einem Konter über Kalou wurde Cigercis Hereingabe zur ersten Ecke gelenkt, in dessen Anschluss die Abwehr der 'Knappen' kurz vor Kalou zur zweiten und dann bei einem Kopfball von Langkamp zur dritten Ecke klären mussten (67.). Fabian Lustenberger musste im Anschluss angeschlagen vom Feld, ihn ersetzte Genki Haraguchi. Auch der Japaner fügte sich gleich ein, ein Schuss aus 25 Metern landete aber in den Armen von Wellenreuther (74.). Peter Niemeyer kam eine knappe Viertelstunde vor dem Ende für den ausgepowerten Skjelbred. Von den Gästen war kaum noch etwas in der Offensive zu sehen, die Herthaner probierten es hingegen weiter. Wieder zog Stocker ab, wieder ließ Wellenreuther nach vorne prallen und Haraguchi traf im Nachsetzten zum 2:1 (81.).

Doch die große Chance zum Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten: Joel Matip brachte das Kunststück fertig, den Ball einen Meter vor der Torlinie nicht mehr richtig zu erwischen, sodass Kraft klären konnte (84.). Doch es sollte für die Herthaner dennoch nicht reichen. In der Nachspielzeit erwischte Matip eine Flanke und köpfte den Ball zum 2:2-Endstand in die Maschen. Nun geht es am kommenden Freitag (20.03.15) mit dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV weiter. Anstoß in der Hansestadt ist dann um 20.30 Uhr.

(war/City-Press)

Teams, 16.01.2018
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