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Aus! Wärts! Sieg!

Sebastian Langkamps erstes Tor für Hertha BSC bringt einen 1:0-Sieg an der Elbe.

Hamburg - Durch ein spätes Tor von Sebastian Langkamp sichterte sich Hertha BSC am Freitagabend (20.03.15) einen ganz wichtigen Auswärtssieg beim direkten Konkurrenten Hamburger SV. Im Vergleich zum Heimspiel gegen Gelsenkirchen am vergangenen Spieltag nahm Cheftrainer Pál Dárdai keine Änderung an seiner Startelf vor. Der von seiner Gelbrotsperre zurückgekehrte Nico Schulz nahm vorerst auf der Bank Platz. Bei den Hanseaten fehlte der ehemalige Herthaner Jaroslav Drobny nach einer Notbremse im letzten Spiel, für ihn begann René Adler. Auch Djourou, van der Vaart und Müller kamen für Ostrzolek, Gouaida und den gelbgesperrten Jiracek in die Startelf.


Die Herthaner begannen wie zuletzt eher abwartend und auf schnelle Gegenstöße bedacht, der gastgebende Hamburger SV musste und übernahm auch gleich die Kontrolle. So musste sich Thomas Kraft bereits in der vierten Minute nach einem abgefälschten Schuss von Szoltan Stieber mächtig strecken (6.). Die anschließende Ecke köpfte Hamburgs Cleber knapp über das Tor. Einem Tor des Gastgebers verweigerte Schiedsrichter Christian Dingert die Anerkennung, weil Cleber sich vorher aufgestützt hatte (12.). Nach einer Viertelstunde kamen die Herthaner erstmals gefährlich vor den Kasten von Adler. Per Skjelbred hatte den Ball im Mittelfeld erobert, Änis Ben-Hatira probierte es mit einem Heber, doch der Ball landete auf dem Tornetz (16.).

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Rubrik 20.03.2015
Hamburger SV - Hertha BSC

Körperbetonte Partie an der Elbe

Die Hausherren kamen zumeist über Standards zu Chancen. Einen direkten Versuch aus 25 Metern setzte Raffael van der Vaart am Winkel vorbei (25.). Zuvor hatte der Niederländer per Flanke für Ivica Olic aufgelegt, doch der ehemalige Herthaner köpfte neben das Tor (19.). Bei den Herthanern fehlte es beim Pass in die Tiefe an nötiger Genauigkeit, doch auch auf Hamburger Seite dauerte es bis zur 35. Minute, ehe sich erneut Stieber ein Herz nahm, jedoch aus der Distanz verzog. Kurz vor der Pause gelangte der Ball über Kalou und Lustenberger zu Ben-Hatira in halblinker Position, doch der Schuss des Tunesiers wurde abgeblockt (45.). Es war auch die letzte nennenswerte Situation vor der Pause, sodass beide Team nach einer körperbetonten ersten Hälfte torlos in die Pause gingen.

Zur zweiten Halbzeit brachte Pál Dárdai für Ben-Hatira Genki Haraguchi, der neuen Schwung über die Außenbahn brachte. Die Partie blieb intensiv, allerdings dominierten die Abwehrreihen auf beiden Seiten, sodass es kaum einmal gefährliche Torraumszenen gab. Stocker und Stieber versuchten sich jeweils als Distanzschützen, hatten aber nach einer knappen Stunde Spielzeit keinerlei Zielwasser zu sich genommen. Eine Flanke von Plattenhardt landete danach bei Stocker, doch der Schweizer köpfte unter Druck links vorbei (61.). Noch gefährlicher war der Kopfball von Kalou wenig später, doch nach Flanke von Beerens geriet der Versuch des Ivorers zu zentral (63.). Langkamp bügelte dann auf der anderen Seite nach einem Ballverlust von Brooks gerade noch gegen Olic aus (69.).


Langkamp mit dem Goldenen Tor in Überzahl

Nach schöner Kombination auf der rechten Außenbahn und weiter Flanke von Pekarik kam Haraguchi im Strafraum an den Ball, legte sich diesen zurecht, konnte Adler aber mit einem Schuss aufs kurze Eck nicht überwinden (74.). Jens Hegeler ersetzte für die Schlussviertelstunde Stocker, der viel gelaufen war. Thomas Kraft hatte dann auch die Möglichkeit, sich auszzeichnen und lenkte einen Schuss von Olic zur Ecke (80.). Nach einem Ellenbogeneinsatz sah Hamburgs Cleber seine zweite Gelbe Karte in dieser Partie und musste zehn Minuten vor Schluss vorzeitig zum Duschen. Und nur Minuten später gingen die Herthaner in Führung: Plattenhardt schlug einen Freistoß vors Hamburger Tor, Langkamp stand goldrichtig und köpfte den Ball an Adler vorbei in die Maschen (84.).

 

Mit Nico Schulz für Kalou gingen die Blau-Weißen in die Schlussminuten. Die Hanseaten suchten nach einer Antwort, doch die Abwehr der Herthaner unterband Chancen aus dem Spiel heraus. Ein direkter Freistoß von Stieber flog über das Tor (90.). Drei Minuten gab es oben drauf, doch das änderte nichts mehr an dem Erfolg der Schützlinge von Pál Dárdai im hohen Norden. Somit gehen sie mit einem ganz wichtigen Sieg in die Länderspielpause. Weiter geht es dann am Ostersonntag im Heimspiel gegen den SC Paderborn.

(war/City-Press)

Teams, 16.01.2018
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