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Artistischer Punktgewinn

Valentin Stocker sorgt für ein außergewöhnliches Tor zum 1:1 bei Hannover 96.

Hannover - In einer bis zum Schluss engen Partie holten die Herthaner am Freitagabend (10.04.15) bei Hannover 96 einen Punkt. Vor 46.000 Zuschauern glich Valentin Stocker die Führung der Gastgeber aus und sicherte somit beim 1:1 (0:0) einen weiteren wichtigen Punkt. Mit einer Veränderung gingen die Herthaner in die Partie in Niedersachsen: Angeschlagen musste Plattenhardt passen, für ihn begann Nico Schulz. Darüber hinaus vertraute Trainer Pál Dárdai der Elf, die Paderborn am zurückliegenden Spieltag besiegt hatte. Auch bei den Gastgebern gab es eine Änderung im Vergleich zum Remis bei Eintracht Frankfurt in der Startformation - für Prib begann Albornoz.

Die Anfangsphase stand unter dem Einfluss vieler Zweikämpfe im Mittelfeld, was wenig förderlich für den Spielfluss war. Die Niedersachsen bemühten sich um die ersten Akzente – einer Ecke folgte bei Felipes Kopfball die erste Torannährung (10.). Nach Hannovers druckvoller Anfangsphase kamen die Herthaner besser in die Partie. Auf der anderen Seite führte ebenfalls ein Standard zur ersten Chance, John Anthony Brooks drückte den Ball im Nachsetzen über die Linie, jedoch hatte Sebastian Langkamp den ersten Schuss aus Abseitsposition abgegeben (15.). Kurz darauf nahm Genk Haraguchi einen zu kurz abgewehrten Ball direkt und zwang so Ron-Robert Zieler zu einer Parade (24.), zwei Minuten später spielte sich Kalou von rechts in den Strafraum, Felipe klärte gerade noch auf Kosten der nächsten Ecke.

Das Spiel in Bildern
Rubrik 10.04.2015
Hannover 96 - Hertha BSC

Fehlende Präzision im Abschluss

Die Hannoveraner kamen zumeist durch ruhende Bälle vors Tor, Salif Sané köpfte eine Freistoßhereingabe in die Arme von Kraft, der folgende Gegenangriff wurde ebenfalls durch ein Foul gestoppt, doch Per Skjelbred fand keinen Abnehmer, sodass der Ball in Zielers Armen landete (32.). Beide Teams hatten vor der Pause ihre Szenen. Erst köpfte Jimmy Briand eine Flanke über das Tor (34.), dann zielte auch Valentin Stocker nach feiner Vorarbeit Haraguchis aus der Drehung einen Tick zu hoch (38.). Nach einem starken Pass von Skjelbred in die Schnittstelle der Abwehr kam Stocker im Strafraum zu Fall, die Pfeife von Schiedsrichter Marco Fritz blieb jedoch stumm.

Unverändert schickten beide Trainer ihre Mannschaften nach der Halbzeit zurück auf den Rasen. Bei der ersten Gelegenheit der zweiten 45 Minuten traf Stindl aus der Distanz nur den Pfosten (50.). Für die Blau-Weißen sorgte ein Sprint von Kalou von links nach innen für Gefahr, der Rückpass von der Grundlinie wurde aber im letzten Augenblick vor Stocker geklärt (58.). Die Niedersachsen hatten jedoch in der Phase mehr vom Spiel, ohne jedoch besonders gefährlich vor dem Berliner Tor in Erscheinung zu treten. Pál Dárdai reagierte und brachte nach einer guten Stunde Jens Hegeler für Beerens. Zieler klärte außerhalb seines Strafraums per Kopf vor die Füße von Fabian Lustenberger, der versuchte, Kalou schnell einzusetzen, doch die Hannoveraner Abwehr konnte klären (71.).

Stocker artistisch zum Ausgleich


Mit Peter Niemeyer für Lustenberger ging es in das Schlussviertel der Partie. Doch der Treffer gelang den Hausherren. Nach einer Ecke hatte Thomas Kraft noch zweimal aus Nahdistanz pariert, musste sich dem dritten Versuch von Christian Schulz geschlagen geben (75.). Die Herthaner wurden direkt wieder offensiver und versuchten, direkt zu antworten - Kalou setzte sich stark über die linke Seite durch, bediente Haraguchi, doch der Schuss des Japaners wurde geblockt (78.). Hegeler (80.) und Skjelbred nach Ablage des frisch eingewechselten Sandro Wagners (82.) probierten es aus der Distanz, doch Zieler war beide Male auf dem Posten. Valentin Stocker machte es zwei Minuten später sehr viel besser: Quer in der Luft liegend überwand der Schweizer Zieler von der Strafraumgrenze zum 1:1 (83.).

Auch die Gastgeber suchten nach dem Gegentor nochmals nach einer Antwort. Hannover 96 erspielte sich noch einige Ecken, die von Herthas Defensiven gut geklärt wurden. Die Blau-Weißen suchten durch schnelle Gegenangriffe nach Ballgewinn noch den Weg nach vorne, entscheidend zum Abschluss kamen jedoch beide Teams nicht mehr. So blieb es durch die beiden Tore am Ende bei der Punkteteilung in Niedersachsen. Durch das Remis bauen die Schützlinge von Trainer Pál Dárdai ihre Serie auf sechs Partien ohne Niederlage aus. Weiter geht es für die Herthaner am Samstag in einer Woche mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln.

(war/City-Press)

Teams, 16.01.2018
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