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Klassenerhalt!

Herthaner unterliegen Hoffenheim mit 1:2, bleiben aber weiterhin erstklassig.

Sinsheim - Am letzten Bundesligaspieltag der Saison unterlag Hertha BSC am Samstag (23.05.15) bei der TSG 1899 Hoffenheim mit 1:2 (0:1). Chefcoach Pál Dárdai nahm gegenüber dem Frankfurt-Spiel in der Vorwoche eine Änderung vor: Für den gelbgesperrten John Anthony Brooks rückte John Heitinga in die Innenverteidigung neben Sebastian Langkamp. TSG-Trainer Markus Gisdol wechselte zweimal gegenüber der Partie in Leverkusen. Toljan ersetzte Kim in der Abwehrkette, Roberto Firmino, der seine Gelbsperre abgesessen hatte, verdrängte Elyounoussi auf die Bank.

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Rubrik 23.05.2015
TSG Hoffenheim - Hertha BSC

Vor mit 30.150 Zuschauer ausverkauftem Haus begann Hertha sehr schwungvoll und setzte die TSG sofort unter Druck. Bereits in der ersten Minute tauchte Stocker am Strafraum der Kraichgauer auf und konnte nur regelwidrig gestoppt werden, Marvin Plattenhardt setzte den folgenden Freistoß knapp über das Tor (2.). Salomon Kalou köpfte nur eine Minute später den Ball nach einer Flanke von Genki Haraguchi auf das Tornetz.

Turbulente Anfangsphase

Quasi aus dem Nichts erzielten die Hoffenheimer dann den frühen Führungstreffer. Firmino bediente Modeste, der sich im Strafraum der Berliner gut in Szene setzte und eiskalt in die kurze Ecke abschloss (8.). Doch die Elf von Pál Dárdai ließ sich trotz des Rückstands nicht beeindrucken, sondern suchte auch weiterhin den Weg nach vorne. Pekarik sorgte auf der rechten Außenbahn für ordentlich Betrieb. Nach einer Flanke des Slowaken köpfte Kalou den Ball nur knapp über das Tor (13.).

In der Folge beruhigte sich das Geschehen auf dem Spielfeld etwas. Die Herthaner blieben aber weiterhin aktiv, hielten gut dagegen und versuchten nach Ballgewinn schnell umzuschalten. Haraguchi steckte fein auf Stocker durch, der den Ball zügig in den Strafraum spielte. Hoffenheims Innenverteidigung gelang es aber, den Ball irgendwie zu ihrem Torhüter Baumann zurückzustolpern, bevor ein Berliner die Situation ausnutzen konnte (28.). Hertha war weiterhin am Drücker. Haraguchi köpfte den Ball nach einer Hereingabe des fleißigen Pekarik knapp über das Tor (32.), TSG-Keeper Baumann war vor dem einköpfbereiten Kalou zur Stelle (38.). Danach passierte nichts mehr, mit einem 0:1-Rückstand ging es für die Berliner in die Kabine.

Joker sticht

Die Elf von Pál Dárdai kam sehr zügig wieder aus der Umkleide, die Kraichgauer ließen sich dagegen etwas mehr Zeit. Personell unverändert starteten beide Teams dann in den zweiten Abschnitt. Torwart Thomas Kraft war sofort wieder hellwach und klärte, als eine Flanke von Kevin Volland immer länger wurde (47.). Nur einige Minuten später vesuchte Kalou den Ball per Doppelpass auf Per Skjelbred durchzustecken, leider geriet der Pass etwas zu steil (53.). Nach etwas mehr als einer Stunde schickte Trainer Pál Dárdai dann Roy Beerens für Kalou auf das Feld (64.).

Nur acht Minuten später machte sich der Wechsel bezahlt. Zunächst abgeblockt bekam Beerens den Ball wieder, zog in den Strafraum und schloss leicht abgefälscht flach ins linke Eck ab (72.). Leider hielt der Ausgleich nur knapp acht Minuten. Zunächst blieb Abraham beim Freistoß an der Mauer hängen, den abgefälschten Nachschuss parierte Kraft reaktionsschnell, gegen den erneuten Nachschuss von Firmino war er dann aber machtlos (80.). Die letzten zehn Minuten spielten sich dann überwiegend zwischen den Strafräumen ab, Torgelegenheiten gab es keine mehr.

Pünktlich und ohne Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Knut Kircher die Partie ab. 1:2 verloren, aber trotzdem die Klasse gehalten - das war für Hertha BSC die Kernaussage am Ende des Spiels. Nun stehen am Sonntag (24.05.15) noch das Auslaufen und am Dienstag (26.05.15) die Mitgliederversammlung auf dem Programm, ehe es anschließend für die Herthaner in den wohlverdienten Urlaub geht.

(mf/City-Press)

Teams, 16.01.2018
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