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Viel Aufwand, wenig Ertrag!

Effizienten Mainzern müssen sich die Herthaner mit 1:3 (0:1) geschlagen geben.

Berlin - Im Heimspiel nach der Länderspielpause musste Hertha BSC eine bittere Niederlage hinnehmen. Am Samstag (13.09.14) unterlagen die Blau-Weißen gegen einen effizienten 1. FSV Mainz 05 mit 1:3 (0:1). Erneut wartete Cheftrainer Jos Luhukay mit einigen personellen Umstellungen auf. Thomas Kraft kehrte für Jarstein zurück zwischen die Pfosten, Heitinga und Hosogai saßen zunächst ebenso auf der Bank wie Neuzugang Salomon Kalou. Der zweite Last-Minute-Neuzugang Per Skjelbred, der bei der Verkündung der Aufstellung von den Fans im Stadion lautstark willkommen geheißen wurde, stand dagegen gleich im zentralen Mittelfeld in der Startelf, wie auch Jens Hegeler erstmalig in dieser Saison. Auf Seiten der Mainzer stand Herthas Leihgabe Sami Allagui ebenfalls von Beginn an auf dem Platz.

Allagui hatte auch direkt nach Anpfiff die erste Möglichkeit, köpfte nach einer Freistoßhereingabe allerdings genau in die Arme von Kraft (2.). Danach übernahmen die Herthaner das Kommando gegen abwartend beginnende Gäste. Die Blau-Weißen gingen konsequent in die Zweikämpfe und wurden nach zehn Minuten das erste Mal richtig gefährlich. Nach Kopfball-Vorlage von Skjelbred zog Julian Schieber aus spitzem Winkel ab, doch FSV-Schlussmann Loris Karius lenkte den Ball am langen Pfosten vorbei. Wenig später musste Karius aus seinem Kasten und einen Steilpass klären, der Ball landete jedoch genau vor den Füßen von Skjelbred, dessen Schuss aus 40 Metern Stefan Bell aber noch vor der Torlinie erwischte (16.). Nur eine Minute später hatte Fabian Lustenberger die Möglichkeit aus Nahdistanz, schaffte es jedoch nicht mehr dem Kopfball von Schieber die entscheidende Richtungsänderung zu verpassen (17.).

Das Spiel in Bildern
Rubrik 13.09.2014
Hertha BSC - Mainz 05

Mainz nutzt wenige Chancen

Gegen die vielbeinige Abwehr der Gäste taten sich die Herthaner schwer, hochkarätige Chancen herauszuspielen. Eine Direktabnahme von Hegeler zog am langen Pfosten vorbei (24.), nach einer Ecke köpfte John Anthony Brooks bedrängt rechts am Tor vorbei (34.). Dann kamen die 05er doch einmal wieder vor das Tor von Thomas Kraft - und gingen in Führung: Nachdem der Ball eigentlich bereits geklärt schien, landete ein hoher Ball in Herthas Strafraum bei Ja-Cheol Koo, gegen den Kraft zunächst noch blendend parierte, allerdings dem folgenden Abschluss von Shinji Okazaki aus sechs Metern nichts mehr entgegen setzen konnte (36.). Die Blau-Weißen wirkten danach zwar nicht geschockt, kamen vor der Pause allerdings nicht mehr gefährlich vor das Mainzer Tor.

Ohne Wechsel kehrten beide Mannschaften zurück zur zweiten Halbzeit. Kurz nach Wiederanpfiff hatten die Gastgeber gleich die ersten Möglichkeiten. Erst zielte Schulz von der Strafraumgrenze zu hoch (47.), dann spielte sich Schieber in den Strafraum, schoss aber aus guter Position haarscharf am langen Pfosten vorbei (49.). Jos Luhukay brachte mit Ronny für Skjelbred eine frische Kreativkraft fürs Mittelfeld - die Herthaner suchten immer weiter die Lücke in der Mainzer Abwehr, doch die Gäste verteidigten engmaschig und versuchten dann nach Ballgewinn selbst schnell nach vorne zu spielen. In der 69. Minute war es dann für Herthas zweiten Last-Minute-Neuzugang soweit: Salomon Kalou kam für Johannes van den Bergh.

Ronny per Elfmeter zum Anschluss


Doch es waren die Gäste, die das Tor machten - und es war Allagui, der am zweiten Pfosten blank stand und ohne Mühe das zweite Mainzer Tor erzielte (70.). Auch nach dem weiteren Rückschlag ließen sich die Berliner nicht entmutigen und spielten weiter nach vorne. Nach schöner Vorarbeit kam Kalou halblinks im Strafraum zum Abschluss, doch der Ball zog knapp über den Querbalken (81.). Luhukay nutzte auch noch seine dritte Wechseloption und brachte mit Änis Ben-Hatira für Hegeler noch einen weiteren Offensivspieler. Und der tunesische Nationalspieler war gleich mittendrin: Seinen Schuss wehrte Niko Bungert im Strafraum mit der Hand ab, den fälligen Elfmeter verwandelte Ronny zum Anschlusstreffer (86.).

Gegen nun noch einmal alles auf eine Karte setzende Hausherren fuhr Mainz in der Nachspielzeit den entscheidenden Konter. Yunus Malli passt von rechts nach innen und Okazaki brauchte den Ball nur noch über die Linie zum 1:3-Endstand schieben. Für die Blau-Weißen geht es bereits am kommenden Freitag (19.09.14) mit einem Auswärtsspiel weiter. Um 20.30 Uhr heißt der Gegner im Breisgau dann SC Freiburg.

(war/City-Press)

Teams, 16.01.2018
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