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Ostersonntags-arbeitssieg

Valentin Stocker und Nico Schulz treffen beim 2:0-Sieg gegen den SC Paderborn.

Berlin - Vor 44.031 Zuschauern gewann Hertha BSC am Ostersonntag (05.04.15) gegen den SC Paderborn mit 2:0 (0:0). Lange Zeit suchten die Herthaner die Lücke in der Paderborner Defensive, ehe Valentin Stocker und Nico Schulz den ersten Sieg an einem Sonntag im zwölften Versuch perfekt machten. Gegen die Ostwestfalen musste Trainer Pál Dárdai seine erste Elf im Vergleich zum Auswärtssieg beim Hamburger SV vor der Länderspielpause auf einer Position ändern. Den verletzten Ben-Hatira ersetzte Genki Haraguchi auf der linken Offensivseite. Die Gäste gingen exakt mit der Elf in das Spiel, die der TSG Hoffenheim am letzten Spieltag ein 0:0 abgetrotzt hatte - somit stand auch der Ex-Herthaner Srdjan Lakic in der Startformation des SCP.

Die Partie ließ in der Anfangphase spielerische Linie vermissen. Die erste Torannäherung verbuchte Jens Wemmer, der den Ball jedoch nach einer Ecke nicht aufs Tor bekam (5.). Im Gegenzug leitete Valentin Stocker den Ball schnell in den Lauf von Roy Beerens weiter, dessen Hereingabe jedoch nicht bis zu Kalou durchkam (6.). Es waren allerdings wenige Highlights, zumeist spielte sich die Partie körperbetont im Mittelfeld ab. Nach einer Viertelstunde hatten die Blau-Weißen deutlich mehr Spielanteile, taten sich jedoch gegen eine tief stehende, vielbeinige Paderborner Deckung schwer.

Das Spiel in Bildern
Rubrik 05.04.2015
Hertha BSC - SC Paderborn

Geduldige Herthaner gegen Mauertaktik

Den Herthanern fehlte beim letzten Zuspiel die entsprechende Präzision. Eine gefühlvolle Flanke von Stocker wurde gerade noch vor Kalou geklärt (15.). Die Gastgeber blieben geduldig und suchten die Lücke. Es dauerte jedoch eine Weile, ehe sie zwingender wurden. Nach einer Ecke nahm Roy Beerens den Ball vom rechten Strafraumeck volley, platzierte seinen Schuss jedoch zu zentral (32.). Eine schöne Flanke von Plattenhardt landete nur zwei Minuten später am langen Pfosten beim aufgerückten Peter Pekarik, der den Ball per Flugkopfball nicht mehr aufs Tor bekam (35.). Stocker aus der Drehung (40.) und Haraguchi (42.) zielten zu hoch. So blieb es torlos zur Pause.

Personell unverändert kehrten beide Mannschaften auf den Rasen des Olympiastadions zurück. Wie in Halbzeit eins hatte Wemmer die erste Chance, verfehlte nach weiter Flanke das Berliner Tor deutlich (48.). Langkamp musste kurz darauf gegen Lakic klären (54.), ehe es auf der anderen Seite gefährlich wurde. Stocker nahm einen Skjelbred-Pass fein mit, legte sich den Ball im Strafraum zurecht, wurde dann aber beim Abschluss im letzten Augenblick zur Ecke geblockt (56.). Es blieb schwer, am Paderborner Abwehrriegel vorbeizukommen. Stocker bediente Haraguchi am Fünfmeterraum, doch der Japaner kam nur noch mit der Fußspitze an den Ball (65.).

Premierenschützen machen den Sieg klar


So war ein Standard Ausgangspunkt für die Führung. Plattenhardt trat einen Freistoß gefährlich aufs Tor, Kruse lenkte den Ball mit letztem Einsatz noch an die Latte, doch Stocker stand richtig und traf im Nachsetzen zum 1:0 (68). Fast direkt nach Wiederanpfiff bewahrte Thomas Kraft sein Team vor dem Ausgleich: Gegen Vrancic, der sich bis vors Tor durchgespielt hatte, stellte sich Herthas Keeper in den Weg und parierte (70.). Pál Dárdai wechselte und brachte Nico Schulz und Jens Hegeler für den bereits verwarnten Beerens sowie Stocker. Die Gäste wurden offensiver, was den Blau-Weißen Räume bot. Ein Schlenzer von Kalou segelte am langen Pfosten vorbei (77.), wenig später dribbelte sich der Ivorer durch die Hintermannschaft, wurde aber im letzten Augenblick abgeblockt (82.). Die anschließende Ecke köpfte Brooks knapp rechts vorbei (83.).

Die ganz große Chance zur Entscheidung vergab erst noch Haraguchi, der von Kalou geschickt, frei vor Kruse auftauchte (87.), doch nur eine Minute später flankte Pekarik von rechts und Schulz traf per Direktabnahme zum 2:0 (88.). In der Schlussminute parierte Kraft noch einen fulminanten Freistoß von Meha, der Nachschuss von Lakic landete am Außenpfosten. Mit dem Sieg erhöhen die Herthaner den Abstand auf den HSV auf dem Relegationsrang auf sieben Punkte und schoben sich auf Tabellenplatz 11 nach vorne. Bereits am Freitag (10.04.15) geht es weiter - Gegner in Niedersachsen ist dann ab 20.30 Uhr Hannover 96.

(war/City-Press)

Teams, 16.01.2018
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