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Arbeitspunkt

Herthaner trennen sich vom VfB Stuttgart mit einem 0:0-Unentschieden.

Stuttgart - Zum Auftakt des 24. Spieltags trat Hertha BSC am Freitagabend (06.03.15) beim VfB Stuttgart an. In einer intensiven Partie trennten sich beide Mannschaften mit einem 0:0-Remis. Die Herthaner mussten auf die beiden gelbgesperrten Skjelbred und Niemeyer verzichten, dafür rückten Jens Hegeler und John Heitinga in die erste Elf. Hegeler übernahm die offensive Zentrale, Heitinga bildete mit Lustenberger die Doppel-Sechs. Dafür kehrte Valentin Stocker nach abgesessener Sperre zurück und übernahm die Position von Schulz. Erstmals kehrte auch Tolga Cigerci nach seiner langen Verletzung wieder in den Kader zurück und nahm zunächst auf der Bank Platz. Die Gastgeber begannen mit zwei Änderungen: Den rotgesperrten Harnik ersetzte Filip Kostic, für Sakai startete Adam Hlousek hinten links.

Von Beginn an gingen beide Teams engagiert zu Werke, die Gastgeber übernahmen dabei den Spielvortrag, die Herthaner lauerten auf schnelle Gegenangriffe. Den ersten Abschluss hatte so auch der VfB vorzuweisen, ohne dass Kostic Thomas Kraft vor große Probleme stellte (6.). Salomon Kalou brachte auf der anderen Seite den Ball erstmals auf das Stuttgarter Tor, doch der Kopfball nach Heitingas Vorarbeit hatte nicht mehr genug Wucht, um Sven Ulreich zwischen den Pfosten des VfB zu bezwingen (12.). Etwas gefährlicher wurde es zwei Minuten später auf der Gegenseite, doch Timo Werner schob den Ball links am Tor vorbei.

 

Das Spiel in Bildern
Rubrik 06.03.2015
VfB Stuttgart - Hertha BSC


Comeback von Cigerci


Die Herthaner ließen sich auch durch einen Kopfball von Daniel Schwaab im Anschluss an eine Ecke, der in Krafts Händen landete, nicht aus der Ruhe bringen (18.), sondern lauerten immer geduldig auf die sich bietende Gelegenheit. Bei einem jener schnellen Gegenangriffen kam Stocker nach Flanke von Roy Beerens zum Abschluss und zwang Ulreich von der Strafraumgrenze zu einer starken Parade (25.). Die Schwaben hatten jedoch auch in der Folge mehr Spielanteile, ohne dabei die Berliner Defensive groß in Verlegenheit zu bringen - gleiches galt vor der Pause auch auf der Seite der Hertha-Offensive. Stocker deutlich über das Tor (37.) und Hlousek aus spitzem Winkel ohne Zielwasser (45.), vergaben die letzten 'Chancen' vor dem Gang in die Kabinen.

Für die zweiten 45 Minuten nahm Pál Dárdai zwei Wechsel vor. Nico Schulz ersetze Hegeler, und anstatt Heitinga feierte Tolga Cigerci sein Comeback auf dem grünen Rasen der Bundesliga. Die Partie wurde nickliger, beide Teams gingen resolut in die Zweikämpfe, sodass die Partie immer wieder unterbrochen war - auch Torraumszenen waren infolgedessen selten. Schwaab probierte es nach einer guten Stunde einmal aus der Distanz, zielte aber merklich zu hoch (62.), nach einem Querschläger in Herthas Strafraum landete der Ball bei Daniel Ginczek, doch Kraft verkürzte schnell die Distanz zum Schützen, sodass der Stuttgarter Angreifer das Ziel verfehlte (66.).


Ampelkarte für Joker Schulz


Die Blau-Weißen konzentrierten sich weiterhin darauf, defensiv sicher zu stehen, die Hausherren probierten es mit Standards. Ein direkter Freistoß von Kostic aus knapp 25 Metern flog über den Kasten (70.), bei einem Kopfball nach einer Ecke von Schwaab war Kraft mit den Fäusten zur Stelle (72.). In der 81. Minute setzten die Herthaner einen starken Konter - Kalou trieb den Ball durchs Mittelfeld, bediente dann den durchstartenden Schulz, der wiederum den langen Pfosten um Haaresbreite verfehlte. Nachdem Kraft, der zu Beginn der zweiten Hälfte von Niedermeier mit der Schulter am Kopf erwischt worden war, musste Herthas Keeper in der Schlussphase mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden - ihn ersetzte Sascha Burchert.

Durch die Verletzung und Auswechslung von Kraft gab Schiedsrichter Felix Brych sieben Minuten oben drauf. In der Nachspielzeit hatte Stocker noch die Chance, köpfte eine Flanke von Beerens aber knapp rechts vorbei (90. +1). In der siebten Minute der Extrazeit sah Schulz nach einem taktischen Foul in der gegnerischen Hälfte noch die Gelb-Rote Karte. Kurz darauf pfiff Brych ab - es blieb beim torlosen Remis. Am kommenden Wochenende geht es nun gegen den Champions League-Teilnehmer aus Gelsenkirchen. Anpfiff am Samstag (14.03.15) im Olympiastadion ist dann um 15.30 Uhr.

(war/City-Press)

Teams, 16.01.2018
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