Bild: citypress

Hertha BSC feiert späten 3:2-Sieg auf St. Pauli

Ronny und Sandro Wagner drehen einen Rückstand in der Schlussphase zum Sieg.

Hamburg - Beim FC St. Pauli drehte Hertha BSC in Spiel eins nach dem perfekten Wiederaufstieg einen Rückstand kurz vor Schluss noch in einen Sieg. Die Herthaner gewannen am Sonntag (28.04.13) mit 3:2 (1:0).

Trainer Jos Luhukay musste auf die noch nicht wieder ganz fitten Peter Pekarik (Muskelfaserriss) und Peter Niemeyer (Gehirnerschütterung) verzichten, kurzfristig fiel auch noch Peer Kluge mit einer Adduktorenzerrung aus. Marcel Ndjeng übernahm die Position hinten rechts, die Doppelsechs bildeten Alfredo Morales und Fabian Lustenberger. Auch auf der linken Offensivseite gab es eine Veränderung bei den Blau-Weißen. An Stelle von Nico Schulz stand Änis Ben-Hatira in der Anfangsformation.

Die Bilder zum Sieg auf St. Pauli
Rubrik 29.04.2013
FC St. Pauli - Hertha BSC

Starker Beginn der Herthaner

Die Herthaner übernahmen vom Anpfiff an die Initiative. Bereits nach vier Minuten prüfte Ronny nach einer Querablage aus 18 Metern St. Paulis Keeper Philipp Tschauner, der den harten Schuss aber zu Ecke lenkte. Zweimal flog der Ball in der Folge knapp am rechten Pfosten der Gastgeber vorbei - erst bei einem verdeckten Schuss aus 20 Metern von Ndjeng (11.), dann bei einer Freistoßhereingabe von Ronny, die an Freund und Feind vorbei durch den Fünfmeterraum flog (15.). Dann zahlten sich die Bemühungen aus. Adrian Ramos eroberte an St. Paulis Torauslinie gegen Christopher Avevor den Ball, legte quer zu Sami Allagui, der ohne Mühe aus wenigen Metern das 1:0 erzielte (23.).

Allagui probierte es kurz darauf artistisch, setzte den Ball per Fallrückzieher allerdings deutlich über das Tor (30.). Die Gastgeber wurden danach offensiver. Bei einem Freistoß von Daniel Ginczek war Thomas Kraft auf dem Posten (33.). Der bereits in der ersten Halbzeit als zusätzlicher Stürmer gekommene Marius Ebbers hatte die gute Chance zum Ausgleich, setzte den Ball aber freistehend über das Tor (38.). Kurz vor der Pause wurde es erneut gefährlich für das Tor von Thomas Kraft. Herthas Schlussmann klärte erst gegen Ginczek, den nachfolgenden Kopfball von Lennart Thy klärte Herthas Abwehr gerade noch vor der Linie (44.). Fast mit dem Halbzeitpfiff landete eine Ecke noch einmal bei Ginczek, der den Ball aber nicht an Kraft vorbei brachte (45.).

Führung nach Rückstand für die Gastgeber


Auch nach dem Seitenwechsel investierten die Gastgeber, um zum Ausgleich zu kommen. Die Hertha-Defensive klärte die Angriffsbemühungen der Hanseaten, um dann selbst in die Offensive zu gehen. Eine schöne Flanke von Morales landete bei Allagui, für den der Winkel am langen Pfosten aber zu spitz wurde (58.). Kurz darauf setzte sich Ben-Hatira schön im Strafraum von St. Pauli durch und hatte Pech, dass die Hereingabe nur am Querbalken landete (60.). Von dort sprang nur wenig später auch ein Freistoß von Ronny zurück ins Feld (64.). Auf der Gegenseite war es dann Lennart Thy, der halblinks im Berliner Strafraum an den Ball kam und flach zum 1:1 traf (66.).

In einer offenen, nickligen und stimmungsvollen Partie versuchten die Hausherren nachzulegen. Ginczek legte quer, aber Ebbers verpasste den Ball am langen Pfosten um einen Schritt, dann zog Thy aus 18 Metern ab, doch Kraft war rechtzeitig unten (70.). Auch die Herthaner suchten weiterhin den Weg nach vorne. Ben-Hatira legte den Ball schön zurück auf Ramos, doch der Kolumbianer erwischte den Ball sieben Meter vor dem Tor nicht mehr richtig (73.). Der für Ben-Hatira eingewechselte Sandro Wagner hatte die erneute Führung auf dem Kopf, beförderte den Ball nach einer Ronny-Ecke über das Tor (81.). Im Gegenzug hatten die Blau-Weißen Glück, dass der Schuss aus der Drehung von Ginczek nur das Lattenkreuz traf (82.).

Ronny und Wagner drehen die Partie in der Schlussphase

Besser machte es Ginczek wenig später vom Elfmeter-Punkt - Kraft kam gegen Ebbers im Luftduell zu spät - und brachte St. Pauli erstmals in Führung (85.). Doch die Herthaner schlugen zurück. Ramos behauptete den Ball vor dem Strafraum, legte quer auf Ronny und der Brasilianer traf aus 18 Metern in den Winkel zum erneuten Ausgleich (88.). Und einen hatten die Blau-Weißen noch: Kobiashvili flankte von links genau auf Wagner, der den Ball gegen Tschauners Laufrichtung ins linke Eck zum 3:2-Siegtreffer setzte (90.).

Am kommenden Freitag (03.05.13) steht bereits die nächste Partie für die Schützlinge von Trainer Jos Luhukay auf dem Programm. Im Olympiastadion empfangen die Herthaner um 18.00 Uhr den FC Erzgebirge Aue. Zwei Herthaner werden in diesem Spiel nicht zur Verfügung stehen. Marcel Ndjeng und Maik Franz sahen auf St. Pauli jeweils ihre fünfte Gelbe Karte und sind für die kommende Partie gesperrt.

Teams, 16.01.2018
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