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Starker Rückhalt

Niklas Stark arbeitet nach seiner Verletzung an einer schnellen Rückkehr und erfährt viel Zuspruch.

Berlin – Die vergangenen Wochen waren nicht gerade einfach für ihn. Nicht gerade einfach und ganz schön turbulent. Erst hieß es, er falle nur ein paar Tage aus, dann wurden aus den Tagen Wochen und aus den Wochen mittlerweile zwei Monate. Es war am 3. Oktober beim 3:0-Heimerfolg gegen den Hamburger SV, als sich Niklas Stark an der Leiste verletzte. Diese Verletzung entpuppte sich als ernster, als zunächst erwartet. "Natürlich war ich frustriert, dass ich mich verletzt habe. Es war nicht immer ganz klar, wie wir mit der Verletzung verfahren. In all der Zeit hat mich der Verein gut unterstützt, stand immer hinter mir und hat mir und meinen Entscheidungen vertraut", erzählt der Innenverteidiger. Die medizinische Abteilung, die Physiotherapeuten und das Trainerteam haben ihn in dieser schweren Zeit begleitet, ihn behandelt, untersucht und mit ihm individuell trainiert. "Sie haben mir sehr weitergeholfen. Es war wichtig für mich zu spüren, dass der Verein hinter mir steht", so Stark.

Der 20-Jährige verbrachte die vergangenen zwei Wochen in München, eine Operation war geplant. Diese sagte er aber ab, setzte auf konservative Behandlungsmethoden und arbeitete hart. "Die individuelle Arbeit hat richtig gut funktioniert. Ich war auch schon auf dem Platz und habe mein Programm ohne Probleme absolviert. Deswegen habe ich keinen neuen Termin für eine Operation abgesprochen", begründet er seine Entscheidung. Damit scheint er alles richtig gemacht zu haben: Am vergangenen Samstag trainierte er bereits wieder in Berlin, bald soll er mit dem Aufbautraining starten.

Nicht reden, machen!

Trotz Verletzung war Stark immer nah dran am Geschehen und an der Mannschaft und hat viel Unterstützung und Verständnis für seine Situation erhalten, insbesondere von Pál Dárdai, der Leistenverletzungen aus seiner aktiven Zeit selbst gut kennt. "Der Trainer hat sich immer mal wieder erkundigt, wie es mir geht. Er war selbst Fußballer und weiß, wie Spieler mit ihren Verletzungen umgehen. Der ganze Verein hat Geduld gehabt", meint Stark. Auch die Spiele hat er immer verfolgt, seine Kollegen von der Tribüne aus angefeuert.

Auch wenn er nah dran ist am Team, reicht ihm das natürlich noch nicht. Er vermisst es, mit der Mannschaft zu trainieren und einfach Fußball spielen zu können. Wie es ist, auf dem Platz zu stehen, weiß er natürlich noch: "Vor meiner Verletzung hat es sehr viel Spaß gemacht, mit den anderen Jungs auf dem Platz zu stehen. Wir haben gut harmoniert", erinnert er sich. Deswegen tut er jetzt alles, um bald wieder da zu stehen, wo er hingehört: auf dem Platz, nicht auf der Tribüne. Dabei will er nicht viel reden, sondern machen: "Ich habe aktuell kein Bedürfnis, groß zu reden. Ich möchte einfach wieder Fußball spielen. Mein Ziel ist es, so schnell wie möglich wieder zur Mannschaft zu stoßen. Zum Rückrundenauftakt möchte ich wieder dabei sein und mich dann schnell wieder in die Mannschaft spielen", gibt er als Marschroute für die nächsten Wochen vor. Diese werden ihm wohl nochmal harte Arbeit abverlangen, dann verschieben sich die Turbulenzen um ihn wieder von der Krankenstation auf den Platz.

(lb, fw/City-Press)

Teams, 16.01.2018
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