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3:2-Sieg zum Abschluss

Einen Tag vor der Abreise aus Belek schlägt Hertha BSC Sturm Graz mit 3:2.

Einen Tag vor der Rückreise nach Berlin traf Hertha BSC im letzten Testspiel der Vorbereitung auf den SK Sturm Graz aus Österreich. Mit einer spielerisch guten Leistung besiegten die Herthaner den dreifachen österreichischen Meister mit 3:2 und beendeten das Trainingslager im türkischen Belek mit einem Erfolgserlebnis.

Hertha Trainer Jos Luhukay schickte von Beginn an seine erste Elf auf das Feld, verzichtete dabei aber auf Ben Sahar und Sandro Wagner, die beim Sieg gegen den FC Lugano (2:0) leichte Blessuren davon trugen. Zudem fehlte Kapitän Peter Niemeyer, der immer noch an seiner Zehenprellung laboriert. Beim Gegner aus der Alpenrepublik standen mit Richard Sukuta-Pasu und Imre Szabics auch zwei alte Bekannte aus der Bundesliga auf dem Platz.

Der Graz-Test in Bildern
Rubrik 25.01.2013
Hertha BSC - Sturm Graz

Doppelschlag von Hertha - Ronny sehenswert

Den besseren Start in die Partie erwischte Hertha. Bereits nach drei Minuten segelte ein Freistoß von Ronny in den Strafraum des österreichischen Traditionsvereins. Sami Allagui lauerte in der Mitte und brachte den Ball per Kopf auf das Tor, doch sein Versuch landete neben dem Kasten. Die Grazer machten es auf der anderen Seite besser, eine Flanke fand ihren Weg zu Imre Szabics und der erfahrene Stürmer besorgte ganz abgeklärt die Führung für Sturm (12.).

Den Blau-Weißen waren die Strapazen aus den intensiven Trainingseinheiten etwas anzumerken, oft waren die Spieler des Tabellenvierten aus Österreich einen Schritt schneller. Die Berliner brauchten eine halbe Stunde um in die Begegnung zu finden, schlugen aber danach gleich doppelt zu. Nach einem Foul im Mittelfeld legte sich Ronny den Ball aus 25 Metern Entfernung zurecht und schoss direkt auf das Tor des SK. Der Ball segelte über die Mauer und senkte sich in die Maschen zum inzwischen verdienten Ausgleich (36.). Hertha kam jetzt richtig ins Rollen und sorgte nur eine Minute später für die Führung. Adrian Ramos setzte sich auf der linken Seite schön mit einem Solo gegen zwei Verteidiger durch und legte in die Mitte zu Sami Allagui, der nur noch den Fuß in die Pass halten musste (37.). Unter den Augen der Hertha-Offiziellen, darunter Geschäftsführer Sport Michael Preetz, der wie auch gegen Lugano das Spiel auf der kleinen Tribüne inmitten der mitgereisten Hertha-Fans verfolgte, ging es mit diesem Doppelschlag in die Halbzeitpause.

Spielpraxis für Ben-Hatira

Jos Luhukay tauschte in der Pause nur auf zwei Positionen, für Levan Kobiashvili kam Talent Hany Mukhtar in die Begegnung, Änis Ben-Hatira ersetzte Marvin Knoll. Die Berliner blieben das spielbestimmende Team, aber Sturm stand defensiv nun sicherer und wehrte sich gegen die Angriffe von Hertha. Das Geschehen der Partie verlagerte sich ins Mittelfeld und war durch viele kleine Fouls und Fehlpässe geprägt. Zwanzig Minuten vor Ende der Party fasste sich Hany Mukhtar ein Herz und dribbelte gleich mehrere gegnerische Verteidiger schwindelig. Mit einem schönen Pass setzte das 17-jährige Talent Änis Ben-Hatira in Szene, der den Ball mit Wucht in die linke Torecke schoss (70.). Graz kam im direkten Gegenzug zum Anschlusstreffer durch Florian Kainz (71.). Die Österreicher drückten in den Schlussminuten auf den Ausgleichstreffer, die blau-weiße Abwehr und die ein starker Thomas Kraft sicherten aber den Sieg für die Hauptstädter.

"Sturm war ein sehr guter Abschlussgegner, der uns am Ende noch mal alles abverlangt hat. Besonders gefallen haben mir alle drei Tore. Der Freistoßtreffer von Ronny war fantastisch, ein wunderbarer Treffer. Auch das Tor von Sami Allagui war sehr schön, allerdings hat hier Adrian Ramos glänzend vorbereitet. Und der Treffer von Änis Ben-Hatira freut mich besonders für ihn, hat er doch hier in der Türkei nach seiner langen Pause richtig gut gearbeitet", zeigte sich Cheftrainer Jos Luhukay zufrieden. Am nächsten Wochenende beginnt für Hertha BSC die Rückrunde in der zweiten Bundesliga mit einem Gastspiel beim SSV Jahn Regensburg (03.02.13).


So spielte Hertha: Kraft – Ndjeng, Lustenberger (76. Hubnik), Brooks, Holland (76. Bastians) – Kluge, Kobiashvili (46. Mukhtar) – Allagui, Ronny, Knoll (46. Ben-Hatira) – Ramos (76. Lasogga)
Tore: 0:1 Szabics (12.), 1:1 Ronny (36.), 2:1 Allagui, 3:1 Ben-Hatira (70.), 3:2 F. Kainz (71.)

Teams, 16.01.2018
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