Bild: citypress

Trikotwechsel zwischen Spree und Niederrhein

Schon einige Herthaner waren mal Gladbacher - und umgekehrt. Tolga Cigerci ist nicht der Einzige.

Berlin - Hertha BSC gegen Borussia Mönchengladbach: Das bedeutet für so einige ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Verein. Am Samstag (31.10.15) um 15.30 Uhr ist es im Olympiastadion wieder so weit. Jeweils drei Spieler aus dem aktuellen Kader auf beiden Seiten trugen schon mal das jeweils andere Trikot. Bei den Borussen sind es Raffael, Nico Schulz, der erst Hertha BSC erst im Sommer 2015 Richtung Mönchengladbach verließ und momentan leider verletzungsbedingt passen muss, und Ibrahima Traoré. Das schwarz-weiß-grüne gegen das blau-weiße Trikot tauschten Johannes van den Bergh, Alexander Baumjohann und Tolga Cigerci ein.

Auch bei Ingo Schiller, Geschäftsführer für Finanzen bei Hertha BSC, werden anlässlich des Duells wohl alte Erinnerungen wachwerden. Bevor er 1998 nach Berlin kam, war er seit 1992 bei den Gladbachern als Marketingleiter tätig. Die beiden Vereine verbinden noch weitere Spieler, die sowohl an der Spree als auch am Niederrhein spielten. Zum Beispiel sind da Elias Kachunga (jetzt FC Ingolstadt 04), Peer Kluge (Arminia Bielefeld), Nando Rafael (VfL Bochum), Marcel Ndjeng (SC Paderborn 07) und Vaclav Sverkos.

"Der Bessere soll gewinnen"

Thorben Marx, der in Berlin geboren wurde und acht Jahre lang für Hertha BSC auf dem Platz stand, beendete im Sommer 2015 seine Karriere bei der Borussia. Sogar ein Weltmeister von 1974 reiht sich ein in die Berliner-Gladbacher-Verbindung. Rainer Bonhof spielte aktiv bei beiden Clubs und ist seit 2009 Vize-Präsident bei Borussia Mönchengladbach. Wirft man einen Blick auf die Bank, findet man auch hier Trainer, die auf beiden Bänken platznahmen. Hans Meyer, Jos Luhukay und Lucien Favre, der nach dem schlechten Saisonstart der Gladbacher erst vor einigen Wochen das Zepter an André Schubert übergab, leiteten beide Teams.

Tolga Cigerci blickt jedenfalls gern auf seine Zeit bei der Borussia zurück. 2012 und 2013 spielte er für anderthalb Jahre unter Lucien Favre in Gladbach, er war von seinem damaligen Verein, dem VfL Wolfsburg, ausgeliehen. 2013 wurde er dann Herthaner. "Ich habe einen guten Trainer gehabt und ich denke, dass ich einiges aus Gladbach mitgenommen habe. Ich hatte eine positive Zeit da", erinnert er sich. Die Vorfreude, seinem alten Team zu begegnen und sich mit seinen Ex-Kollegen zu messen, ist riesig. "Ich habe mich mit allen richtig gut verstanden und habe auch noch zu einigen Spielern Kontakt. Aber wenn sie hier sind, gibt es erst mal keine Freundschaften. Nach dem Spiel können wir dann wieder Freunde sein", lacht Cigerci. Vor den Gladbachern hat er großen Respekt und weiß um die schwere Aufgabe: "Sie sind eine starke Mannschaft und haben nach dem schlechten Start jetzt auch fünfmal hintereinander gewonnen. Wir müssen aufpassen." Wer gewinnen wird, ist für ihn trotzdem klar. "Es werden zwei gute Mannschaften gegeneinander spielen. Der Bessere soll gewinnen. Also bleiben die drei Punkte hier!", erklärt er einleuchtend.

(lb/City-Press)

Teams, 11.01.2020
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