Bild: herthabsc

Anspruchsvolle Pflichtausgabe

Die Blau-Weißen treffen im DFB-Pokal am Samstag (16.08.14) um 15.30 Uhr auf Viktoria Köln.

Berlin - Die Partie im Sportpark Höhenberg am Samstag (16.08.14) um 15.30 Uhr ist für Hertha BSC das erste Pflichtspiel der Saison 2014/15. Die Gastgeber Viktoria Köln sind dagegen schon einen guten Schritt weiter und befinden sich im laufenden Ligabetrieb. Nach zwei Siegen aus zwei Begegnungen steht die Mannschaft an der Tabellenspitze der Regionalliga West. Ohnehin gilt der Verein als Aufstiegskandidat und würde die aktuelle Position im Laufe der Saison nur ungern wieder abgeben. Wahrlich keine leichte Aufgabe für die Blau-Weißen, dennoch ist ein Einzug in die zweite Pokalrunde Pflicht. "Wir sollten nicht überheblich sein und den Gegner unterschätzen. Wir müssen von Anfang an Vollgas geben, um Viktoria zu schlagen", mahnt dennoch Hertha-Trainer Jos Luhukay.

Die Zeit der Vorbereitung ist vorüber - nun beginnt für die Mannschaft von Hertha BSC die Saison 2014/15!

Diese Demut kommt nicht von ungefähr, die jüngere blau-weiße Pokal-Vergangenheit war nicht unbedingt von großen Erfolgen geprägt. Aus diesem Grund liegt die gesamte Konzentration des Teams auf dem Erstrunden-Spiel in Köln. In diesem kann der Coach nahezu auf sein gesamtes Personal zurückgreifen, lediglich der Langzeitverletzte Tolga Cigerci steht nicht zur Verfügung. Für Kapitän Fabian Lustenberger kommt das Spiel ebenso zu früh. Aufgrund der aktuellen Kaderstärke und erhöhten Qualität werde es laut Luhukay im Laufe der Saison immer wieder zu Härtefällen kommen. So wurden für das Spiel in Köln unter anderem Johannes van den Bergh, Valentin Stocker und Sami Allagui nicht berücksichtigt.

Erfolgreiche Saisonvorbereitung

In der Vorbereitung auf die neue Spielzeit bestritt Hertha BSC insgesamt zehn Testspiele. Von diesen wurden sechs gewonnen, drei Partien endeten unentschieden und es nur gegen den amtierenden Europa League-Sieger FC Sevilla gab es eine Niederlage. Auch wenn die Ergebnisse der Vorbereitungsspiele nicht die größte Aussagekraft besitzen, so geben diese doch Erkenntnisse über die aktuelle Verfassung der Mannschaft. Dass diese beim Start in die neue Spielzeit noch nicht bei 100 Prozent sein wird, dürfte allen einleuchten. Dennoch soll dies keine Ausrede darstellen, wie Angreifer Sami Allagui klarstellt: "Natürlich wollen wir weiterkommen, wenn möglich nach 90 Minuten. Wenn es über 120 Minuten geht, muss man das auch akzeptieren. Hauptsache weiter!"

Doch dieses Ziel verfolgen bekanntlich beide Mannschaften. Dabei strotzen die Spieler von Viktoria Köln geradezu vor Selbstbewusstsein. "In den letzten Spielen waren wir spielerisch gut und haben voll überzeugt. Wir wissen, dass wir nicht chancenlos sind", schätzt Mittelfeldspieler Mike Wunderlich die Ausgangslage ein. Tatsächlich gewannen die Kölner die ersten beiden Spiele und stehen mit einem Torverhältnis von 7:1 an der Tabellenspitze der Regionalliga West. Dennoch versucht Trainer und Ex-Hertha-Profi 'Pele' Wollitz die Erwartungen zu drosseln: "Wir wissen, dass wir der krasse Außenseiter sind. Gegen einen Erstligisten hast du grundsätzlich keine Chance." Doch Viktoria Köln tritt an, um das Spiel für sich zu entscheiden. "Auch wenn die Chance klein sein mag, sie ist da. Deshalb wollen wir sie auch nutzen", gibt Wunderlich die Zielsetzung der Mannschaft vor.

In der Saisonvorberietung 2013/14 siegte Hertha BSC mit 2:0 gegen Viktoria Köln.

Erstmals im DFB-Pokal dabei

Bei diesem Unterfangen kann Trainer Wollitz beinahe aus dem Vollen schöpfen und bis auf Marcel Deelen und Gaetano Manno auf alle Leistungsträger der Mannschaft zurückgreifen. Torwart und Ex-Hertha-Sspieler Nico Pellatz hingegen meldete sich nach einer Wadenverletzung wieder fit und wird gegen seinen ehemaligen Verein das Tor hüten. Dabei stellt die Teilnahme am DFB-Pokal eine Premiere für Viktoria Köln dar. Für den durch mehrere Fusionen entstandenen Klub ist das Spiel gegen Hertha BSC der erste Auftritt im DFB-Pokal überhaupt. Qualifiziert haben sich die Kölner durch den Gewinn des Mittelrhein-Pokals, in dem der FC Wegberg-Beeck im Finale bezwungen wurde.

Letztendlich stellt die Partie gegen Viktoria Köln eine Pflichtaufgabe dar, die es für die Mannschaft von Hertha BSC zu lösen gilt. "Wir sind gut vorbereitet und sollten in der Lage sein, das Spiel in Köln zu gewinnen", sagte Manager Michael Preetz auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. "Auch für den Start in die Spielzeit ist diese Partie enorm wichtig." Nach einer zuletzt sehr positiven Entwicklung soll sich diese auch in entsprechenden Ergebnissen widerspiegeln. Dabei fasst Coach Jos Luhukay treffend zusammen, was die Berliner in Köln erwartet: "Wir wissen, dass es schwer wird. Dennoch haben wir unsere eigenen Vorstellungen und sind dazu verpflichtet weiterzukommen. Daran werden wir alles setzen."

Informationen zum Spiel:
Anstoß: Samstag, 16.08.14, 15.30 Uhr
Stadion: Sportpark Höhenberg, Köln
Schiedsrichter: Arne Aarnink (Nordhorn)

So könnte Hertha BSC spielen: Kraft - Pekarik, Heitinga, Langkamp, Plattenhardt - Hegeler, Hosogai - Beerens, Baumjohann, Haraguchi - Schieber
So könnte Viktoria Köln spielen: Pellatz - Koronkiewicz, Reiche, Brzenska, Schäfer - Staffeldt – Pagano, Nottbeck, Wunderlich, Dej - Candan

Live dabei sein: ab 14.30 Uhr Sky Konferenz, ab 15.20 Uhr auf Sky Sport 6 sowie ab 15.20 Uhr im Hertha BSC-Liveticker.

(ms/citypress)

Teams, 16.01.2018
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