Bild: herthabsc

Erfolg mit Lerneffekt

Herthas U17 bezwingt Dresden 4:3 (2:0), macht das Spiel aber nicht zu und muss am Ende noch zittern.

Berlin - In einer torreichen Partie setzte sich die blau-weiße U17 am Samstag (08.04.17) knapp mit 4:3 gegen Dynamo Dresden durch. Dabei schienen die Herthaner nach einer starken ersten Hälfte und der komfortablen 2:0-Führung das Spiel im Griff zu haben. Doch ein schwächerer zweiter Abschnitt und kämpfende Dresdner machten es am Ende noch einmal spannend.

Andreas Thom und Jörg Schwanke hatten ihren Jungs gegen die Gäste eine spezielle Angriffstaktik eingebläut. "Dresden verteidigt grundsätzlich ziemlich hoch. Mit einfachen, hohen Bällen wollten wir schnell hinter die letzte Kette gelangen", erklärte Schwanke. Bereits nach sechs Minuten ging der Plan auf. Mit einem gechippten Ball hinter die aufgerückten Verteidiger wurde Dennis Jastrezembski in Szene gesetzt, der wiederum die Kugel über den Keeper hob. Die frühe Führung. Hertha setzte nach und kontrollierte Dynamo nach Belieben. "Das war von uns in allen Belangen eine hervorragende erste Halbzeit", lobte Schwanke. "Hinten nichts zugelassen und nach vorne sehr gut gearbeitet." Einzig die Torausbeute blieb hinter den Möglichkeiten zurück. Jessic Ngankam traf zum 2:0, eine Kopie des ersten Treffers (34.). Andere vielversprechende Chancen blieben ungenutzt.

Dresden gibt nicht auf

"Wir wussten, das Dresden bei dem Ergebnis noch einmal alles geben werden", sagte Schwanke, der seine Mannschaft in der Kabine darauf vorbereitete. Die Gäste kamen schwungvoll aus der Kabine und erzielten kurz nach Wiederanpfiff den Anschlusstreffer (43.). Die U17 zeigte sich unbeeindruckt und stellte den alten Abstand wieder her. Max Nerlich, der ein starkes Spiel machte und an allen Offensivaktionen beteiligt war, zwang den Ball mit viel Einsatz und Willen über die Linie (47.). Dresden gab nicht auf und die Blau-Weißen ließen nach. "Eigentlich dachten wir, dass die Jungs das Spiel jetzt sicher zu Ende spielen", sagte Schwanke. Doch durch individuelle Patzer brachten die Blau-Weißen die Gäste wiederholt zurück ins Spiel. 

Eine Viertelstunde vor Schluss kam Dresden erneut heran (55.). Und auch der vierte Treffer der Herthaner (63.) bescherte Thom und Schwanke keine ruhigen Minuten, da Dynamo durch einen Strafstoß umgehend verkürzte (65.). Den knappen Vorsprung retteten die Herthaner über die Zeit. Jörg Schwanke zeigte sich nach dem Abpfiff zwiegespalten: "Wir sind ein bisschen enttäuscht. Nach der guten ersten Hälfte darfst du so ein Spiel nicht mehr aus der Hand geben. Trotzdem freuen wir uns am Ende natürlich über den Sieg. Aber durch so ein Spiel lernen die Jungs, bis zum Ende alles zu geben. Sonst muss man bis zum Schluss zittern. So wie heute."

Durch den Erfolg setzt die U17 die bärenstarke Rückrunde fort, in der man sich nur dem Tabellenführer aus Bremen geschlagen geben musste und steht vorübergehend auf Rang drei. Die nächste Partie bestreiten die Blau-Weißen am Samstag (22.04.17) um 13.00 Uhr beim Tabellennachbarn, dem FC St. Pauli.

So spielte Hertha: Klatte - Grätz, Gurschke (57. Bläsing), Kastrati - Braun (74. Wolter), Nerlich, Naumann, Michelbrink (68. Werthmüller), Mach - Ngankam, Jastrzembski (74. Schulz)

Tore: 1:0 Jastrzembski (6.), 2:0 Ngankam (34.), 2:1 (43.), 3:1 Nerlich (47.), 3:2 (55.), 4:2 (63., Eigentor), 4:3 (65., Strafstoß)

(jr/war)

Nachwuchs, 24.10.2018
Newsletter
Werbung