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#HerthaMuseum: 126 Jahre 'Hertha, Berliner Sport-Club e.V.'

Hertha BSC feiert Geburtstag: Aus diesem Grund blicken wir in der siebten Ausgabe unserer Serie zurück auf Trainer, Spieler und historische Duelle.

Berlin - Am 25. Juli 1892 gründeten die beiden Brüderpaare Fritz und Max Lindner sowie Otto und Willi Lorenz den 'Berliner Fußball-Club Hertha 1892'. Sie legten damit den Grundstein für die wechselvolle und spannende Geschichte des Vereins, den wir seit dem Zusammenschluss mit dem 'Berliner Sport-Club' im August 1923 als 'Hertha Berliner Sport-Club e.v.' kennen. In über einem Jahrhundert hat der Club von der Spree Höhen und Tiefen erlebt, großartige Siege gefeiert und bittere Niederlagen einstecken müssen. In über einem Jahrhundert hat der Club von der Spree unvergessene Trainer und Spieler hervorgebracht, Persönlichkeiten, die Hertha BSC bis in die Gegenwart geprägt haben und weiter prägen werden.

Die Trainer

Ob erfolgreich oder unglücklich, ob lange im Amt oder auch für nur wenige Tage – die Liste der Trainer von Hertha BSC ist lang. Wir blicken auf die sportlich erfolgreichsten:

  • Richard Girulatis und Heiner Schuldt, das Trainer-Duo, das die Blau-Weißen 1930 und 1931 zu den beiden einzigen Meistertiteln in der Vereinsgeschichte führte.
  • Helmut 'Fiffi' Kronsbein, der in der Zeit von 1966 bis 1974 und in der Rückrunde der Saison 1979/80 mit 3.000 Tagen der mit Abstand dienstälteste Trainer bei Hertha BSC wurde.
  • 'Sir' Georg Kessler trainierte den Verein von 1974 bis 1977. Der Coach war der Nachfolger von Dettmar Cramer, der im Juli 1974 bereits nach wenigen Tagen seinen Posten räumen musste. Kessler führte die Herthaner in seiner ersten Spielzeit auf den zweiten Tabellenplatz – bis zum heutigen Tag die beste Bundeliga-Platzierung. 1977 gelang zum ersten Mal der Sprung ins DFB-Pokalfinale.
  • Jürgen Röber trat sein Amt 1996 an und blieb bis 2002 beim Hauptstadtclub. 1997 stieg er mit den Blau-Weißen in die 1. Bundesliga auf, etablierte sie in der höchsten deutschen Spielklasse und führte sie sogar bis in die UEFA Champions League.

Die Spieler

In nahezu 13 Jahrzehnten haben viele großartige Fußballer das blau-weiße Trikot getragen. Darunter Vorbilder, die große und kleine Hertha-Fans gleichermaßen verehrt haben. Vier besonders klangvolle Namen, allesamt deutsche Nationalspieler und Mannschaftskapitäne der Berliner, haben wir ausgewählt:

  • Johannes 'Hanne' Sobek spielte zwischen 1925 bis 1939 für den Hauptstadtclub. Zwischen 1926 und 1931 erreichte der Offensivspieler mit seiner Mannschaft sechsmal in Folge das Finale um die Deutsche Meisterschaft. In den Jahren 1930 und 1931 gewannen Sobek und Co. die begehrte 'Victoria' sogar zwei Mal.
  • Helmut 'Der Dicke' Faeder schnürte seine Fußballschuhe zwischen 1953 und 1967 für Hertha BSC. Für die Blau-Weißen schoss er in 351 Pflichtspielen sage und schreibe 212 Tore.
  • Erich 'Ete' Beer trug zwischen 1971 und 1979 das Trikot mit der Fahne auf der Brust. Mit ihm wurden die Berliner 1975 Vizemeister, 1977 und 1979 zogen sie in das DFB-Pokalfinale ein und erreichten 1979 auch das UEFA-Pokal-Halbfinale.
  • Michael 'Der Lange' Preetz, den Jüngeren als Geschäftsführer des Hauptstadtclubs bekannt, darf ebenfalls auf eine langjährige Karriere bei Hertha BSC zurückblicken. Doch schon als Profi ging er zwischen 1996 und 2003 für die Blau-Weißen auf Torejagd. Als Bundesliga-Torschützenkönig 1999 hatte er großen Anteil daran, dass die Hauptstädter in der Folgesaison die UEFA Champions League erreichten. Mit 84 Toren ist Preetz außerdem der Bundesliga-Rekordtorschütze der Herthaner.

Historische Duelle

Es gab viele historische Spiele, die bei den Fans von Hertha BSC unvergessen sind und eine spezielle Bedeutung haben. Besondere Begegnungen, die für große Freude, aber auch großes Leid und so manche Kuriosität gesorgt haben. Eine kleine Auswahl:

  • die beiden erfolgreichen Endspiele gegen Holstein Kiel (5:4) und 1860 München (3:2) um die Deutsche Meisterschaften 1930 und 1931.
  • das erste Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Nürnberg (1:1) im August 1963.
  • die Partie gegen den 1. FC Köln (1:0) mit dem nach wie vor gültigen Bundesliga-Zuschauerrekord von 88.075 Zuschauern im Olympiastadion im September 1969.
  • das erste Nebelspiel gegen Bayern München (4:1) in der Bundesliga mit einem denkwürdigen Eigentor von Franz Beckenbauer im ausverkauften Berliner Olympiastadion im Februar 1975.
  • die drei DFB-Pokalfinals gegen den 1. FC Köln (1977), Fortuna Düsseldorf (1979) sowie das Duell der 'Hertha-Bubis' gegen Bayer 04 Leverkusen (1993) im Olympiastadion.
  • das Rückspiel im UEFA-Pokal-Halbfinale gegen Roter Stern Belgrad (2:1) bei strömenden Regen im restlos ausverkauften Olympiastadion im April 1979.
  • das Zweitligaspiel gegen die SG Wattenscheid 09 (1:1) vor geschätzten 60.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion zwei Tage nach Öffnung der Berliner Mauer am 11.11.1989.
  • das zweite Nebelspiel gegen den FC Barcelona (1:1) in der UEFA Champions League im Olympiastadion im November 1999.

Ausblick

Liebe Herthanerinnen und Herthaner, diese aufgeführten Trainer, Spieler und historischen Duelle stellen maximal nur einen kleinen Auszug aus der bewegten 126-jährigen Vereinsgeschichte dar. Sie sollen dazu einladen, sich weiter mit Hertha BSC auseinanderzusetzen. Doch auch ein Blick in die Gegenwart lohnt sich, hat er doch so manche Geschichte zu erzählen. Zum Beispiel rund um die Person Pál Dárdai, Bundesliga-Rekordspieler und seit Februar 2015 Coach der Blau-Weißen. Unter ihm qualifizierten sich die Blau-Weißen nach langer Abstinenz 2017 wieder für den Europapokal. Außerdem schafften unter Dárdais Amtszeit mehrere Eigengewächse den Sprung in den Profifußball. Diesen Weg, weiter auf die Talente aus der Hertha BSC Fußball-Akademie zu setzen, setzt der Verein fort. Bleibt beziehungsweise werdet Teil dieser spannenden und zukunftsorientierten Entwicklung, um gemeinsam die Geschichte von Hertha BSC zu begleiten und zu gestalten – getreu dem Motto: "Die Zukunft gehört Berlin".

(fs/HerthaBSC)

Museum, 26.11.2018
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