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Besondere Ehre für Luca Netz!

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zeichnet den blau-weißen Youngster mit der bronzenen Fritz-Walter-Medaille aus.

Berlin - Eine bemerkenswerte Anerkennung für Luca Netz: Das Eigengewächs des Hauptstadtclubs wird vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit der bronzenen Fritz-Walter-Medaille ausgezeichnet. Dies gab der Verband am Mittwochvormittag (19.08.20) bekannt. Netz lief in der Saison 2019/20 in 19 Partien in der A-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost auf, erzielte dabei zwei Treffer und bereitete sechs weitere Tore vor. Darüber hinaus stand der 17-Jährige beim 2:0-Heimsieg gegen den FC Augsburg erstmals im Profikader. Anschließend warf ein Mittelfußbruch den Linksverteidiger zurück. Mittlerweile arbeitet Netz auf dem Schenckendorffplatz an seinem Comeback.

Die Auszeichnung des DFB dürfte dem Youngster einen zusätzlichen Antrieb verschaffen. "Die Auszeichnung bedeutet mir sehr viel, denn sie ist eine Bestätigung für die Arbeit, die ich in all den Jahren investiert habe. Mein Dank gilt dabei vor allem meiner Familie sowie dem DFB und Hertha BSC, die mich von Anfang an unterstützt haben. Die Medaille spornt mich zusätzlich an, meinen Weg weiter zu gehen!", so Netz. "Wir freuen uns immer, wenn ein Spieler eine besondere Auszeichnung bekommt. In der Phase, in der Luca mittrainieren konnte, hat man gesehen, dass er ein Talent hat. Er hat einen starken linken Fuß. Für sein Alter ist er auch schon weit im körperlichen Bereich", findet Cheftrainer Bruno Labbadia lobende Worte für seinen Schützling. "Wir haben Spieler auserkoren, mit denen wir in den nächsten Wochen, Monaten und hoffentlich Jahren arbeiten wollen und bei denen wir hoffen, dass der eine oder andere durchkommt - und Luca gehört zu denen!"

Die Fritz-Walter-Medaillen in Gold gehen in diesem Jahr an Noah Katterbach (1. FC Köln) und Florian Wirtz (Bayer 04 Leverkusen). Als beste Juniorin zeichnet der DFB Lena Oberdorf (VfL Wolfsburg) aus. Die höchste Einzelauszeichnung im deutschen Nachwuchsfußball wird aufgrund der Coronapandemie in diesem Jahr nicht im Rahmen einer Festveranstaltung verliehen, sondern in gesonderten Einzelterminen ab Mitte September. Die Silbermedaillen erhalten Kevin Ehlers (SG Dynamo Dresden), Torben Rhein (Bayern München) und Gia Corley (Bayern München). Mit Bronze werden – neben Netz – Frederik Jäkel (RB Leipzig/KV Oostende) und Carlotta Wamser (SGS Essen) geehrt.

Immer auf Ballhöhe und ab sofort auch Träger der bronzenen Fritz-Walter-Medaille: Luca Netz.

"Medaille als Ansporn" 

"Wir möchten mit dem deutschen Fußball zurück an die Weltspitze – und unsere Medaillengewinnerinnen und -gewinner haben das Potenzial, diesen Weg erfolgreich mitzugestalten", sagt Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften. "Wir zeichnen Talente aus, die mit ihrer Leistung auf Auswahlebene und im Verein ganz besonders vorangegangen sind und deren Zukunftsprognose wir außerordentlich positiv bewerten. Mir ist wichtig, dass die Talente ihre Medaille als Ansporn verstehen: Ihr Ziel muss es sein, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln – und in der jeweiligen A-Nationalmannschaft anzukommen, wie es Lena Oberdorf bereits vorgemacht hat. Wir werden die Talente auf dem Weg dorthin bestmöglich begleiten."

Der DFB honoriert die Ausbildungsleistung und zahlt für Gold jeweils 20.000 Euro, für Silber jeweils 15.000 Euro und für Bronze jeweils 10.000 Euro. Diese Preisgelder werden unter den Amateurvereinen aufgeteilt, die an der Ausbildung beteiligt waren. Zu den namhaften Medaillenträgern der Vergangenheit gehören unter anderem Sara Däbritz (2014), Melanie Leupolz (2013) und Pauline Bremer (2015) sowie Kai Havertz (2018), Matthias Ginter (2013), Timo Werner (2013) und Leon Goretzka (2012). Neben Netz gibt es bereits eine Reihe an Hertha-Preisträgern: So wurde unter anderem Arne Maier bereits zwei Mal ausgezeichnet. Der Herthaner erhielt 2018 die silberne und 2016 die bronzene Medaille. Darüber hinaus bekam auch Maximilian Mittelstädt 2016 die bronzene Medaille verliehen.

(sj,DFB/City-Press)

Akademie, 19.08.2020
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