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2. Platz beim Nike Premier Cup 2019!

Herthas U14 blieb das komplette Turnier ohne Gegentor in der regulären Spielzeit - wurde am Ende aber dennoch 'nur' 2. Trainer Tobias Jung lobte sein Team für ihre Leistung.

Berlin - "Die Null muss stehen!" Was Trainer-Legende Huub Stevens seit jeher fordert, setzte Herthas U14 am zurückliegenden Osterwochenende (20./21.04.19) in die Tat um, als sie auf dem Olympiagelände mit 15 anderen C-Jugend-Teams um den Nike Premier Cup 2019 kämpfte. Die Mannschaft von Trainer Tobias Jung blieb das komplette Turnier über ohne ein einziges Gegentor in der regulären Spielzeit - wurde am Ende aber dennoch 'nur' Zweiter.

Bei traumhaften, frühsommerlichen Temperaturen starteten die Blau-Weißen am Samstag (20.04.19) mit einem Auftakt nach Maß in den Wettbewerb. Den NK Osnijek aus Kroatien schlugen die Herthaner mit 1:0 (1:0). Bereits in der 1. Minute gelang Eliyas Strasner mit einem sehenswerten Volley ins rechte untere Toreck das 'goldene' Tor. In ihrem zweiten Gruppenspiel bestätigten die Nachwuchs-Herthaner diese Leistung. Auch gegen die TSG Hoffenheim bestimmten die Schützlinge von Coach Jung die Partie. Diesmal war es Bence Dárdai, der sein Team mit einem Traumtor in den rechten oberen Knick auf die Siegerstraße schoss (17.) und nur sechs Minuten später per Foulelfmeter, den er zuvor selbst herausgeholt hatte, für die 2:0-Entscheidung sorgte (23.).

Jungs Vorgabe für den zweiten Turniertag

"Für uns geht ein toller erster Turniertag zu Ende! Die Jungs haben sich sehr gut reingehauen. Sie haben sich mit viel Einsatz in dieses Turnier gearbeitet", schätzte Jung die Leistungen seiner Mannschaft am Samstagnachmittag ein. "Am Sonntag wird es für uns darauf ankommen, die Anspannung noch ein wenig abzulegen, ohne dabei jedoch an Konzentration einzubüßen. Wenn uns das gelingen sollte, werden wir unser fußballerisches Potenzial auch noch besser ausschöpfen!"

Gesagt...

"Die Jungs haben für den Verein, aber auch für sich selbst, sehr gut geworben!"

U14-Cheftrainer Tobias Jung

Im dritten und letzten Gruppenspiel wartete am Sonntagvormittag (21.04.19) der 1. FC Köln. Trotz zahlreicher guter Chancen kam die U14 allerdings nicht über ein torloses Remis hinaus. Die Kölner vergaben ihrerseits in der letzten Spielminute nach einem Konter eine herausragende Möglichkeit auf den späten Siegtreffer. Mit 3:0 Toren und sieben Punkten zogen die Herthaner als Gruppenerster ins Viertelfinale ein. Dort wartete der FC Zürich. Nach einem kurzen Abtasten machten die Berliner innerhalb von fünf Zeigerumdrehungen kurzen Prozess: Nach einer hohen Hereingabe in den Sechzehner drückte Leander Popp das Spielgerät über die Linie (9.). In der 10. Minute überlistete Tim Hoffmann den gegnerischen Keeper mit einem Schuss vom Parkplatz zum 2:0 (10.) - Kategorie: Kann man so machen. Und dann war es - aller guten Dinge sind drei - Oliver Rölke, der zum 3:0 einnetzte (13.). Popp hatte sich zuvor mit einer eleganten 'Zidane-Drehung' von zwei Gegenspielern gelöst und dann die Übersicht für seinen Mitspieler gehabt. In der 15. Minute scheiterte Dárdai mit einem satten Pfund am Querbalken. Am Ende blieb es beim Resultat von 3:0.

Im Halbfinale traf der Hauptstadtclub auf einen VfB Stuttgart, der bis dahin ebenfalls ohne Gegentreffer und sogar ohne Punktverlust durch den Nike Premier Cup marschiert war. Auf dem Rasen war es dann auch das ausgeglichene, hochklassige Duell, das die Ausgangslage auf dem Papier prophezeit hatte. Und so fiel das entscheidende Tor - wie so oft in knappen Spielen - nach einem ruhenden Ball. Popp drang in den schwäbischen Strafraum ein und provozierte ein Foulspiel. Dárdai versenkte den fälligen Elfmeter zum 1:0-Endstand eiskalt im rechten Toreck (8.). 

Lubin vom Punkt nervenstärker

Das Endspiel gegen Zagłębie Lubin wurde dann - wie schon in den Vorjahren - auf der großen Bühne, dem Stadion auf dem Wurfplatz/Amateurstadion, ausgetragen. Bereits in der 2. Minute hatte Popp die Führung auf dem Fuß, verfehlte das leere Tor aber aus kürzester Distanz. Einen weiteren gefährlichen Abschluss des quirligen Herthaners fischte der polnische Schlussmann aus der Luft (9.). Kurz vor Schluss scheiterte Dárdai, wie schon gegen Zürich, an der Latte. Der Sieger musste im Elfmeterschießen ermittelt werden. Vom Punkt aus zeigten sich die Polen nervenstärker und zwangen die Blau-Weißen mit 4:2 in die Knie. 

Jung zollte seiner Mannschaft nach dem Abpfiff dennoch größten Respekt: "Meine Jungs haben über beide Turniertage eine sehr engagierte Leistung abgerufen. Sie haben mit größter Einsatzfreude agiert und konnten ihr spielerisches Talent und ihre technischen Fertigkeiten auf höchstem Niveau immer wieder zeigen", so der Übungsleiter. "Der Finaleinzug war schlussendlich der verdiente Lohn. Leider hat es nicht für den Turniersieg gereicht. Trotzdem war die Leistung schon sehr beeindruckend. Die Jungs haben für den Verein, aber auch für sich selbst, sehr gut geworben! Herzlichen Glückwunsch an Lubin!"

(af/HerthaBSC)

Akademie, 22.04.2019