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Vorzeitiges EM-Aus für die DFB-U17

Die deutsche U17-Nationalmannschaft muss bei der Europameisterschaft in Irland bereits nach der Gruppenphase die Heimreise antreten. Die drei nominierten Herthaner - Dárdai, Samardžić und Netz - kamen allesamt zum Einsatz.

Waterford/Berlin - Das hatten sich alle Beteiligten anders vorgestellt: Die U17-Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist vorzeitig aus der Europameisterschaft in Irland ausgeschieden. Nachdem die DFB-Junioren am zurückliegenden Samstag (04.05.19) mit einem 1:3 (1:1) gegen Italien ins Turnier gestartet waren, musste die Mannschaft von Bundestrainer Michael Feichtenbeiner am Dienstag (07.05.19) gegen Spanien gewinnen, um ihre Chance auf ein Weiterkommen ins Viertelfinale zu wahren. In einer spannenden und ausgeglichenen Partie setzten sich die Spanier am Ende allerdings mit 1:0 (0:0) durch. Pablo Moreno traf in der 80. Minute per Strafstoß und machte damit alle DFB-Hoffnungen zunichte.

Feichtenbeiner zieht ein ehrliches Fazit

"Das ist ein bitterer und trauriger Moment für unsere Mannschaft. Die Jungs sind sehr enttäuscht. Wir wollten unbedingt, dass die EM über die Gruppenphase hinaus für uns weitergeht", konstatierte Feichtenbeiner. "Das ist brutal schade, denn die Jungs sind total konzentriert und leidenschaftlich aufgetreten und haben gegen einen starken Gegner auf Augenhöhe gespielt. Es war eine sehr enge Partie, in der Spanien auch das Spielglück etwas mehr auf seiner Seite hatte, wie sich zum Beispiel bei den Strafraumsituationen zeigte", so der U17-Nationaltrainer weiter, um dann zu seinem vorgezogenen Fazit zu kommen: "Die beiden Vergleiche gegen Italien und Spanien lehren uns unter dem Strich, dass wir gegen die Spitzenteams momentan nicht clever und konsequent genug sind, um zu gewinnen - ich möchte den beiden Mannschaften zum Weiterkommen gratulieren!"

"Möchten uns würdig aus dem Turnier verabschieden"

Aus Berliner Sicht war die erfreuliche Nachricht, dass alle drei nominierten Herthaner in den ersten beiden Gruppenspielen zum Einsatz kamen. Márton Dárdai spielte jeweils von Beginn an - und führte den DFB in der ersten Paarung gar als Kapitän auf den Rasen. Luca Netz wurde gegen Italien eingewechselt und stand gegen Spanien in der Startformation. Lazar Samardžić wurde hingegen in beiden Partien eingewechselt. Für das abschließende Gruppenspiel hatte Feichtenbeiner die Marschroute vorgegeben: "Gegen Österreich möchten wir drei Punkte holen und uns würdig mit einem Sieg aus dem Turnier verabschieden!" Gesagt, getan: Die DFB-Junioren setzten sich am Freitag (10.05.19) mit 3:1 (0:1) gegen den ÖFB durch und traten somit erhobenen Hauptes die Heimreise an. Samardžić und Dárdai standen in der Startelf. 'Laki' erzielte in der 53. Minute sogar per Strafstoß das wegweisende 2:1; Netz wurde im zweiten Durchgang eingewechselt. 

(af,dfb/dpa,imago)

Akademie, 12.05.2019