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U17 trotzt Unterzahl

Zu neunt beendete die U17 die Partie, aber gewann das Topspiel gegen den VfL Wolfsburg trotzdem 3:2 (2:1).

Berlin - Herthas U17 entschied das Topspiel am Samstag (07.04.18) gegen den VfL Wolfbsurg mit 3:2 (2:1) für sich. Das Duell des Tabellenzweiten gegen den -dritten entwickelte sich zu einer hart umkämpften und emotionalen Partie, die die Herthaner über 40 Minuten in Unterzahl bestritten und am Ende zu neunt die drei Punkte über die Ziellinie brachten. Dabei bewiesen die Jungs von Trainer Zecke Neuendorf große Moral und in Person von Lazar Samardzic starke Nerven beim 3:2-Siegtreffer vom Elfmeterpunkt.

Die U17 kam gegen körperlich überlegene Wölfe gut in die Partie und hielt von Anfang an dagegen. Nach einem Angriff über die linke Seite zappelte nach weniger als 15 Minuten der Ball auch schon im Netz. Einen Schnittstellenpass aus dem Zentrum auf die linke Seite erlief Justin Weber, der an der Torauslinie seinen Gegenspieler stehen ließ und aus spitzem Winkel zur Führung traf (13.). Knapp zehn Minuten später drang Ruwen Werthmüller von links in den Sechzehner ein und wurde von den Wölfen regelwidrig zu Fall gebracht. Den fälligen Foulelfmeter versenkte Samardzic platziert flach neben den rechten Pfosten (23.). Doch der VfL kam sehenswert zurück. Einen ruhenden Ball in Strafraumnähe legten die Gäste in den völlig freien Rückraum. Dort lauerte Leon Sommer, der mit einem strammen Schuss in den rechten Torwinkel verkürzte (28.). Kurz vor der Pause verloren die Blau-Weißen Julian Albrecht, der die Gelb-Rote Karte sah (42.).

Zecke setzt auch zu zehnt auf Angriff

Trainer Zecke Neuendorf setzte nach der Pause trotz Unterzahl weiter auf Angriff. "Wir wollten weiter auf Sieg spielen und wussten, dass wir dafür noch mindestens ein Tor bräuchten", erklärte der Coach sein Vorgehen. Mit der Hereinnahme von Jan Shcherbakovski stellte Zecke seine Formation auf eine Dreierkette und zwei Stürmer um, um früh Druck auf die Wolfsburger ausübuen zu können. Doch nach wenigen Minuten schien das Spiel weiter auf die Seite der Gäste zu kippen. Einen halbhoch getretenen Standard verlängerte Tim Mertens zum Ausgleich ins Netz (42.). Die Herthaner steckten nicht zurück und bissen sich wieder in die Partie. In der 60. Minute stand erneut Samardzic erneut am Punkt, nachdem sich Wolfsburg im Strafraum nur mit einem Foulspiel zu helfen wusste. Der Goalgetter entschied sich wieder für die rechte untere Ecke und traf souverän. 

Die erneute Führung ließen sich die Hauptstädter diesmal nicht mehr nehmen, auch wenn Kapitän Paul Krüger kurz vor dem Abpfiff ebenfalls mit Gelb-Rot vom Platz musste (79.). "Das war eine richtig starke Vorstellung von meinen Jungs", sagte Zecke nach der Partie. "Jetzt sind wir mit RB auf Augenhöhe und haben es sogar selbst in der Hand. Zwar waren wir bisher immer in der Verfolgerrolle, doch die Einstellung und Mentalität, die die Mannschaft heute in Unterzahl gegen den VfL an den Tag gelegt hat, stimmt mich sehr positiv."

Einen Punkt beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Leipzig noch, doch die Blau-Weißen haben noch ein Spiel in der Hinterhand. Der nächste Sieg soll am Samstag (14.04.18) her, wenn die Herthaner Holstein Kiel im Olympiapark empfangen. Anstoß ist um 11.00 Uhr.

So spielte Hertha: Palmowski - Tamim (40. Shcherbakovski), Rekik, Krüger, Netz - Albrecht - Gündogdu, Michelbrink (38. Güzüsirin), Samardzic (65. Dárdai), Weber - Werthmüller (70. Tekin)

Tore: 1:0 Weber (13.), 2:0 Samardzic (23., FE), 2:1 Sommer (28.), 2:2 Mertens (42.), 3:2 Samardzic (60., FE)

Gelb-Rot: Albrecht (36.), Krüger (79.)

(jr/jr)

U17, 29.05.2018
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