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U19 wie im Rausch

Die Herthaner schlugen Holstein Kiel mit 8:2 und bleiben im Rennen um die Tabellenspitze in Schlagdistanz.

Berlin - Herthas U19 erwischte am Samstag (14.04.18) gegen Holstein Kiel einen Sahnetag, erzielte acht Treffer und fuhr so in beeindruckender Manier drei Punkte ein. Bereits in der Anfangsphase brachte Palko Dárdai die Herthaner auf die Siegerstraße. Der Jungprofi traf beim 8:2 (3:1)-Sieg am Ende doppelt, genauso wie Torjäger Muhammed Kiprit und Nikos Zografakis.

Die Gäste aus Kiel, die sich im Abstiegskampf befinden, erwarteten die Blau-Weißen tief in der eigenen Hälfte. Geduldig spielten sich die Jungs von Michael Hartmann durch die kompakte Defensive und belohnten sich früh. Dennis Jastrzembski kam über links und bediente Palko Dárdai im Zentrum, der vor dem Gäste-Keeper abgezockt zur Führung vollendete (9.). Häufig brachen die Hausherren über die Außenbahnen an den Sechzehner durch, so wie in der 23. Spielminute. Nikos Zografakis legte die Kugel von links an den Fünfer, Muhammed Kiprit hielt den Schlappen hin - 2:0! Nur wenige Minuten später glänzte Dárdai als Vorbereiter, bewies Überblick und legte bereits frei vor dem Tor stehend quer zu Kiprit, der ins leere Tor einschob (27.). Vor der Pause durfte sich Dennis Smarsch im Kasten auszeichnen, als er im Eins-Gegen-Eins zweimal der Sieger blieb und erst beim dritten Versuch von Jungehülsing hinter sich greifen musste (38.).

Dárdai setzt den Torreigen fort

Nach dem Seitenwechsel knüpfte die U19 an die starke Leistung vor der Pause an. Dárdai profitierte von einer starken Hereingabe von Mateo Kastrati (49.), Zografakis traf erst, nachdem er den Keeper umkurvte (54.) und kurz darauf akrobatisch per Seitfallzieher (58.). Auch Julius Kade trug sich nach einer Flanke von der rechten Seite in die Torschützenliste ein (68.). Nur, wenn die Blau-Weißen mit Ungeduld ihr Angriffsspiel aufzogen und so Ballverluste verursachten, durfte auch Kiel mal in den Angriff wechseln. Bente nutzte eine solche Aktion zur Ergebniskosmetik (81.). Kurz vor dem Abpfiff stellte der eingewechselte Jessic Ngankam den alten Abstand wieder her und traf zum 8:2-Endstand.

"Die Jungs ziehen jede Sekunde voll mit und wollen der starken Saison die Krone aufsetzen. Wenn wir diese Einstellung auch in den letzten Spielen beibehalten, können wir uns am Ende nichts vorwerfen und schauen dann, wofür es gereicht hat", beschrieb Michael Hartmann die Situation der U19 im Saison-Endspurt. Drei Partien stehen in der A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost noch aus, Herthas U19 steht einen Zähler hinter dem HSV auf Rang zwei und lauert auf einen Ausrutscher der Hanseaten.

Doch zunächst ist Mannschaft und Trainerteam unter der Woche im Halbfinale des Berlin-Pokals gefordert. Am Mittwoch (18.04.18) geht es ab 19.00 Uhr bei Tennis Borussia um den Finaleinzug. Drei Tage später reisen die Blau-Weißen zu Dynamo Dresden, wo es am Samstag (21.04.) ab 13.00 Uhr wieder um wichtige Punkte geht.

So spielte Hertha: Smarsch - Kastrati, Hummrich, Panzu Ernersto, Gurschke - Krebs, Kade - Zografakis (71. Braun), Dárdai (65. Naumann), Jastrzembski (65. Ramic) - Kiprit (65. Ngankam)

Tore: 1:0 Dárdai (9.), 2:0 Kiprit (23.), 3:0 Kiprit (27.), 3:1 Jungehülsing (38.), 4:1 Dárdai (49.), 5:1 Zografakis (54.), 6:1 Zografakis (58.), 7:1 Kade (69.), 7:2 Bente (81.), 8:2 Ngankam (87.)

(jr/City-Press)

U19, 29.05.2018
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