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Niederlage in Polen

Im dritten Gruppenspiel des Baltic Sea Cup unterlag Herthas U23 dem Nachwuchs von Pogoń Stettin am Mittwochnachmittag (07.11.18) nach früher Führung mit 1:2 (1:1). Nikos Zografakis netzte für den Hauptstadtclub.

Stettin - Die Mannschaft von Trainer Ante Čović kam besser in die Partie und erspielte sich schon früh erste Möglichkeiten. Sinan Kurt suchte mit einem langen Ball Anthony Roczen, der frei durchgewesen wäre, mit den Fußspitzen aber nicht mehr an den Ball kam (6.). Nur sechs Minuten später klingelte es dann aber im Kasten von Jedrzej Grobelny. Der polnische Keeper konnte einen Eckball von Kurt nicht fassen, Nikos Zografakis staubte zum 1:0 für die Blau-Weißen ab (12.). Vom Rückstand wachgerüttelt, kam Stettin nun immer besser ins Spiel. Dabei war Dawid Zieliński in Pogons Offensivspiel Dreh- und Angelpunkt. Mit einem ersten Abschluss näherte er sich dem Tor an, stellte Maxim Hertel aber noch vor keine größeren Probleme (19.). Einen direkten Freistoß aus etwa 18 Metern musste Hertel klatschen lassen, den Rebound konnte zum Glück der Berliner kein Pole verwerten (23.). Gegen einen Sonntagsschuss von Zieliński war Herthas Schlussmann schließlich machtlos. Vom linken Strafraumeck setzte Stettins Nummer 8 das Leder in den rechten oberen Knick (35.). Kurz zuvor hatte Will Siakam nach schöner Kombination zum vermeintlichen 2:0 getroffen, war dabei aber aus dem Abseits gekommen, sodass der Treffer nicht zählte (31.). Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hatte Roczen noch eine Großchance auf die erneute Führung: Nach einer Unaufmerksamkeit umkurvte er den polnischen Torwart, traf jedoch nur das Außennetz (42.).

Ernesto drei Mal gefährlich - Die Gastgeber treffen kurz vor Schluss

Auch im zweiten Durchgang blieben die 'Hertha-Bubis' insgesamt das aktivere Team. Insbesondere der eingewechselte Panzu Ernesto sorgte wiederholt für Gefahr: Erst kam er nach einer Freistoßhereingabe von Kurt zum Kopfball, bekam allerdings nicht die nötige Power hinter die Kugel (57.). Später kam er aus dem Rückraum zum Abschluss - zielte allerdings nicht genau genug, um Grobelny zu überwinden (77.). Und schließlich nickte Ernesto einen Freistoß von Nils Blumberg knapp über das Stettiner Gehäuse (83.). Die Gastgeber bewiesen derweil erneut, dass sie nicht viele Chancen benötigen, um zu netzen: Einen Schuss von Oskar Furst wehrte Hertel noch per Glanzparade ab (73.), einen Eckball nickte Kryspin Szczesniak aber zum 1:2-Endstand über die Linie (87.).

"Natürlich ist es schade, dass wir dieses Spiel so kurz vor Schluss noch verloren haben. Gerade in den letzten 20 Minuten waren wir klar das bessere Team", gab Čović nach der Partie zu Protokoll. "Trotzdem war das für einige Jungs ein sehr wertvoller Test, den man so nicht simulieren kann. Für viele Spieler - gerade die Jüngeren - haben wir viele wichtige Erkenntnisse gewonnen."

Im vierten und letzten Gruppenspiel des Baltic Sea Cup empfangen die Herthaner am 25. November 2018 schließlich noch Aalborg BK  auf dem Olympiagelände.

So spielte Hertha: Hertel - Mach (64. Blumberg), Morack, Koulis, Mulack - Naumann (55. Ernesto), Storm - Zografakis (64. Egerer), Siakam, Kurt (64. Königsdörffer) - Roczen (46. Braun)
Tore: 1:0 Zografakis (12.), 1:1 Zieliński (35.), 1:2 Szczesniak (87.)

(af/imago)

U23, 08.11.2018