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Niederlage mit Beigeschmack

Herthas U23 verlor am Sonntagnachmittag (11.11.18) mit 1:4 (1:1) beim 1. FC Lokomotive Leipzig. Zografakis brachte den Hauptstadtclub frühzeitig in Front, Maurice Čović kehrte zurück. Die Herthaner hatten später allen Grund, sich zu ärgern.

Leipzig - Im altehrwürdigen Bruno-Plache-Stadion gehörte die Anfangsphase dem Team von Ante Čović: Die Leipziger lauerten auf Konter, die Berliner drückten - und bekamen früh einen Strafstoß zugesprochen. Nachdem ein Lok-Akteur das Spielgerät im eigenen Sechzehner mit der Hand gespielt hatte, zeigte Referee Tim Kohnert folgerichtig auf den Punkt. Sidney Friede übernahm die Verantwortung und traf den Ball auch gut; doch Benjamin Kirsten antizipierte und tauchte in die richtige Ecke ab, sodass der Schlussmann das Leder noch um den linken Pfosten lenken konnte (11.). Es dauerte jedoch nur zwei Minuten, ehe sich Kirsten geschlagen geben musste: Nikos Zografakis vergewisserte sich nochmal, welchen Wochentag das Kalenderblatt anzeigte und traf mit einem waschechten Sonntagsschuss zur verdienten 1:0-Führung (14.). Die Freude darüber währte allerdings nur recht kurz, denn in der 25. Minute erzielte Nils Gottschick mit einem direkten Freistoß aus 25 Metern den Ausgleich. Bis zum Pausenpfiff gelang es keiner der beiden Mannschaften mehr, wirklich zwingend vor des Gegners Tor zu kommen. Und so ging es mit dem Stand von 1:1 in die Pause.

Maurice Čović feiert Comeback - Lok erzielt irregulären Treffer

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel lag der Ball dann erneut in Klinsmanns Tor. Zum Glück der Blau-Weißen zählte der Treffer aber nicht, da ihm eine Leipziger Abseitsposition vorausgegangen war. Die Hausherren übernahmen zusehends die Kontrolle über das Spielgeschehen, die 'Hertha-Bubis' ließen hinten dennoch wenig zu. Für eine positive Schlagzeile sorgte Maurice Čović, der in der 60. Minute für Florian Krebs kam und somit nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Comeback feierte. Nur sechs Zeigerumdrehungen später rückte dieses erfreuliche Ereignis jedoch gleich wieder in den Hintergrund, stattdessen regten sich die Herthaner zu Recht auf: Matthias Steinborn nahm den Ball im Mittelfeld offensichtlich mit der Hand mit, ehe er einen Leipziger Konter anschließend zum 2:1 vollendete (66.) - Kohnerts Pfeife blieb stumm. Eine Viertelstunde vor Schluss kam es schließlich faustdick für die 'Alte Dame'. Der vorbelastete Panzu Ernesto sah die 'Ampelkarte', sodass die Čović-Elf in der Schlussphase nicht nur gegen den Rückstand, sondern auch noch in Unterzahl, kämpfen musste. Die U23 warf nochmal alles nach vorne, Lok Leipzig konterte - und erzielte sogar noch einen dritten Treffer. Erneut war es Steinborn, der nach einem Gegenangriff der Sachsen zum 3:1 einnetzte (84.). In der 90. Minute bestrafte Steinborn dann sogar noch einen Torwartfehler von Klinsmann und markierte den 4:1-Endstand.

Zum Abschluss der Hinrunde empfangen die Blau-Weißen am 23. November (19:00 Uhr) den FSV Optik Rathenow im Stadion auf dem Wurfplatz/Amateurstadion.

So spielte Hertha: Klinsmann - Fuchs, Ernesto, Morack, Blumberg - Egerer - Zografakis (77. Kurt), Friede, Krebs (60. Čović), Dárdai - Kiprit (60. Siakam)
Tore: 1:0 Zografakis (14.), 1:1 Gottschick (25.), 1:2 Steinborn (66.), 1:3 Steinborn (84.), 1:4 Steinborn (90.)
Besondere Vorkommnisse: Kirsten hält einen Handelfmeter (11.) - Ernesto sieht die Gelb-Rote Karte (75.)

Schiedsrichter: Tim Kohnert (Ballenstedt)
Spielort: Bruno-Plache-Stadion, Leipzig

(af/imago)

U23, 11.11.2018
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